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Großereignis Steuerrückzahlung

Publicerat fredag 18 augusti 2006 kl 12.53

Post vom Finanzamt kann durchaus erfreulich sein. Eine gute Nachricht erhalten Mitte August jedenfalls an die zwei Millionen Schweden: Vater Staat zahlt Geld zurück, dass er ihnen zunächst voreilig abgeknöpft hatte. Und das freut nicht nur den einzelnen Steuerzahler, sondern stets auch den schwedischen Handel, der auf kauffreudige Kunden hofft.

Der schwedische Steuerzahler hat gemeinhin nicht viel zu lachen. Er stöhnt unter einer Gesamtsteuerquote von 52 Prozent, der höchsten in der EU. Und im Gegensatz zum zählebigen Mythos vom wohlhabenden Durchschnittsschweden wird er dafür keineswegs mit sonderlich hohem Lohn entschädigt. So liegt denn die Kaufkraft hier zu Lande auch unter der in Deutschland.

Zusätzliche Finanzspritze
Eine Extra-Finanzspritze von umgerechnet 50 Euro - so hoch ist durchschnittlich pro Person die aktuelle Steuer-Rückerstattung - löst da entsprechend große Freude aus.

Pia Bolander aus Stockholm gehört zu den potenziellen Förderern der schwedischen Konjunktur: „Ich werde von dem Geld wahrscheinlich Kleider und Schuhe für die Kinder kaufen”, sagt sie und steht mit diesem Vorsatz keineswegs allein.

Auf den Kopf gehauen
Ein Großteil der Rückerstattungsgelder werde nicht etwa aufs Konto fließen oder anderweitig beiseite gelegt, sondern umgehend beim Shopping auf den Kopf gehauen, mutmaßt Nils Bohlin vom Forschungsinstitut des Handels, HUI: „Die Haushalte blicken im Moment ohnehin recht optimistisch in die Zukunft”, sagt der Ökonom. „Und aus früheren Erfahrungen wissen wir: In einer solchen Situation ist man umso mehr bereit, das, was man im Portemonnaie hat, auch auszugeben.”

Kollektiver Kaufrausch
Nach dem Motto „Saure Wochen - frohe Feste” nun also der kollektive Kaufrausch. Just das Handeln im Kollektiv ist ein typisches Merkmal des schwedischen Steuerzahlers. In großen Rudeln mit Kurs aufs örtliche Finanzamt trifft man ihn und seinesgleichen Jahr für Jahr an einem bestimmten Tag Anfang Mai, dem Stichtag für die Abgabe der Einkommens-Steuererklärungen. Die sind inzwischen von Bürokratie weit gehend bereinigt, 30 Prozent vom Verdienst werden ohne langes Fackeln zunächst als Steuern abgezogen - nach Abgleich mit dem jeweiligen kommunalen Steuersatz stellt das Finanzamt dann später noch extra Forderungen oder schüttet eben das Füllhorn aus, und zwar zwischen Juni und Oktober in vier Etappen.

Die aktuelle Rückerstattung ist die zweite und umfangreichste dieses Jahres; Nils Bohlin vom Handels-Forschungsinstitut rechnet denn auch mit einem entsprechend grossen Einfluss auf den Einzelhandel. „Insbesondere Branchen wie Schuhe und Bekleidung werden daraus Nutzen ziehen, gerade jetzt kurz vor Schulbeginn”, meint er.

„Idealer Zeitpunkt”
Bevor Mitte August für alle Schulkinder landesweit die achtwöchigen Ferien zu Ende gingen, wollten viele vor den Klassenkameraden mit neuem Outfit glänzen. Joakim Holmstrand von der Bekleidungskette MQ findet den Zeitpunkt der Steuerrückerstattung ideal: „Der August ist ohnehin ein starker Monat, ein sehr wichtiger Monat für uns. Nicht zuletzt startet da die Herbst-Modesaison. Da kommen die Extra-Gelder natürlich sehr gelegen.”

Anne Rentzsch

18.8.2006

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