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Krankenstand bleibt hoch

Publicerat tisdag 22 augusti 2006 kl 12.03

Offiziell liegt Schwedens Arbeitslosenquote bei rund fünf Prozent. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn in der Statistik tauchen immerhin 300.000 krankgeschriebene Arbeitnehmer nicht auf. Deshalb hat die Regierung sich das hehre Ziel gesetzt, die Zahl der Krankschreibungen bis zum Jahr 2008 zu halbieren. Doch das dürfte nicht einfach werden.

Satte 42 Tage ist der schwedische Arbeitnehmer durchschnittlich pro Jahr krankgeschrieben – eine Rekordhöhe innerhalb der EU. Berechnungen in den vergangen Monaten gaben leisen Anlass zur Hoffnung, diese Zahl werde sich stetig verringern. Doch laut Curt Malmborg, dem Generaldirektor der staatlichen Sozialversicherungskasse, stagniert die Entwicklung inzwischen:

„Der Rückgang bei den Krankschreibungen wird derzeit gebremst. Die Anzahl derjenigen, die bei uns Krankengeld beantragen, stagniert auf einem recht niedrigen Niveau.“

Budget überzogen 

Statt dem anvisierten Rückgang also Stagnation. Damit gibt Malmberg indirekt zu verstehen, dass der staatliche Sozialversicherungsträger nicht mehr in der Lage ist, das vom Gesetzgeber eingeplante Budget einzuhalten. Arbeitsminister Hans Karlsson zeigt sich gleichwohl nicht beunruhigt. Seiner Ansicht nach tut der Staat genügend, um das selbstgesteckte Ziel zu erreichen:

„Zwei wichtige Massnahmen ergreifen wir nun: Zum einen überprüfen wir bei rund 150.000 Personen, ob sie wirklich die Therapie erhalten, die sie wieder fit für den Beruf macht. Zum anderen arbeiten wir enger mit Ärzten und Pflegepersonal zusammen, damit sich die Wartezeiten für Krankgeschriebene verringern.“

Statistische Tricks 

Für die entsprechend bessere Statistik muss Hans Karlsson allerdings schon jetzt tief in die statistische Trickkiste greifen. So führt der Staat etliche ehemalige Langzeitkranke nunmehr unter Frühpensionierungen. Eine Strategie, die angesichts von 550.000 offiziellen Frühpensionierungen nicht aufgehen wird, prophezeit Alf Eckerhall vom Schwedischen Wirtshcaftsverband:

„Man hat die Frühpensionierungen offenbar ganz ausser Acht gelassen, als man sich hehre Ziele setzte. Eigentlich wollte die Regierung die Krankschreibungen bis zum Jahr 2008 halbieren. Doch dies erfolgt vor allem dadurch, dass man nun viele Krankenfälle einfach zu den Frühpensionierungen rechnet.“

Was aber stattdessen mit den 300.000 arbeitsunfähigen Personen geschehen wird, darauf hat weniger als vier Wochen vor der Reichstagswahl keine Partei eine plausible Antwort.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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