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Gespaltene Erwartungen an die Libanon-Konferenz

Publicerat onsdag 30 augusti 2006 kl 15.29

Morgen beginnt in Stockholm die Geberkonferenz für den Wiederaufbau des Libanon. Die libanesische Regierung hofft, dass dabei Spenden in Höhe von einer halben Milliarde Dollar zusammenkommen. Die Berechnung hat sie zusammen mit den Vereinten Nationen gemacht. Die schwedische Entwicklungsministerin Carin Jämtin hat schon im Vorfeld 20 Millionen zugesagt.

„Ich kann auf der Konferenz mitteilen, dass Schweden 20 Millionen US-Dollar beiträgt. Wieviel die anderen geben können, müssen wir abwarten.“

Die Hilfe soll zum Bau von Unterkünften, dem Wiederaufbau von Landwirtschaft und Industrie, Schulen und grundlegender Infrastruktur verwendet werden.

Besonders wichtig ist bei der Geberkonferenz auch, dass die versprochenen Mittel ihr Ziel schnell erreichen. Noch sind es vor allem die freizügigen Finanzspritzen der Hisbollah, die den Libanesen den Wiederaufbau finanzieren. Persönlich, schnell und offenbar unbürokratisch werden bündelweise Dollarnoten verteilt. Vielen Geberländern ist daran gelegen, den Einfluss der Hisbollah im Libanon einzudämmen.

Dazu ist schnelle und langfristige Unterstützung unerlässlich. Entwicklungsministerin Carin Jämtin: „Das Wichtigste ist, dass der Libanon wieder auf die Beine kommt, eine funktionierende Wirtschaft aufgebaut wird, die Kinder wieder zur Schule gehen, und die Libanesen das Gefühl haben, dass sie selbst entscheiden, was in ihrem Land geschieht. Deswegen muss die gesamte Regierung sich hinter das Dokument stellen, mit dem wir auf der Konferenz arbeiten.“

Doch schon im Vorfeld melden sich Kritiker zu Wort: es reiche nicht nur dem Libanon zu helfen, Geld allein sei nicht genug. Einer von ihnen ist der Volkswirt Samuel Danofsky. Er hat mit verschiedenen Entwicklungshilfefragen im Rahmen der Vereinten Nationen gearbeitet: „Nach meiner Erfahrung bringen solche Geberkonferenzen nicht so viel Sondermittel. Sie sind mehr ein Anlass zum Treffen der beteiligten Regierungen. Und sie sind natürlich werbewirksam! Es wird eine gewisse Solidarität demonstriert”, gesteht Danofsky zu.

Mindestens genauso wichtig wie Geld zum Wiederaufbau sei es, UN-Truppen in den Libanon zu schicken. Sie könnten die Arbeit der Entwicklungshelfer unterstützen, und die radikalislamische Hisbollah-Miliz entwaffnen, damit die libanesische Regierung auch im Süden des Landes die Kontrolle bekommt und Israel seine Truppen von dort zurückziehen kann.

Sybille Neveling

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