Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Fast 400 Mio. Euro für Palästinenser

Publicerat fredag 1 september 2006 kl 15.13
UN-Koordinator Egeland: "Gaza ist eine Zeitbombe."

Die Stockholmer Geberkonferenz für den Libanon hat gestern alle Erwartungen übertroffen, heute war die schwedische Hauptstadt Gastgeber einer Konferenz für die Palästinensergebiete. Doch die heutige Veranstaltung steht in der Kritik. Denn Vertreter der palästinensischen Hamas-Regierung waren nicht geladen.

Ganz so viel wie für den Libanon war es nicht. Doch damit hatte Schwedens Entwicklungshilfeministerin Carin Jämtin auch nicht gerechnet. Die annähernd 400 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Gaza seien ein fantastisches Ergebnis der Stockholmer Konferenz, meinte Jämtin.

”Gaza - eine Zeitbombe”

Zuvor hatte der UN-Koordinator für Hilfseinsätze, der Norweger Jan Egeland, die Konferenzteilnehmer eindringlich zur Unterstützung der Palästinenser aufgefordert. Leidtragender des Nahostkonflikts sowie der politischen Eiszeit zwischen der Palästinenserregierung und den westlichen Ländern sei vor allem das palästinensische Volk, sagte Egeland: „Gaza ist eine Bombe mit Zeitzünder. Das ist schon keine soziale Krise mehr, das ist eine Bombe.“

Zahlungen eingestellt 

Die USA und die EU hatten ihre Zahlungen an die Autonomiebehörde in Gaza eingestellt, nachdem die radikale Hamas-Partei als Sieger aus den Wahlen im Januar hervorgegangen war. Aus diesem Grund hatte Schweden auch keine Vertreter der Hamas-Regierung zur Konferenz in Stockholm eingeladen. Schliesslich gilt laut EU-Sprachregelung die Hamas als terroristische Organisation.

Dies könne sich zwar ändern, doch zunächst müsse die Hamas das Existenzrecht des Staates Israel anerkennen, betonte die EU-Aussenkommissarin Benita Ferrero-Waldner am Rande der Stockholmer Konferenz: „Bislang hat die Hamas nichts getan, was darauf hindeutet. Sie muss endlich verbindliche Zusagen machen.“

Kritik an Hamas-Isolierung 

Mit den auf der Konferenz zugesicherten Zahlungen verbinden die Geberländer entsprechend die Forderung, dass das Geld nicht der Hamas, sondern tatsächlich den Not leidenden Menschen vor Ort zukommt. Bei der Palästinenserregierung in Gaza stiess dies auf Kritik. Es sei ein Fehler, die gewählte Vertretung der Palästinenser zu isolieren, hiess es. Lediglich Kanzlei-Mitarbeiter von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas waren nach Stockholm geladen worden, da Abbas nicht Hamas-, sondern Fatah-Politker ist. Dazu hiess es seitens der Hamas in Gaza, der Fatah-Politiker Abbas repräsentiere mitnichten das gesamte palästinensische Volk.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".