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Revanche für Leijonborg?

Publicerat fredag 8 september 2006 kl 16.30

Der Skandal um die Daten-Spionage der Liberalen im internen Datennetz der Sozialdemokraten hat die vergangene Woche hier in Schweden beherrscht. Ein Mitglied des liberalen Jugendverbandes hatte seit März systematisch bei den Sozialdemokraten ”gewildert” und sensible Informationen weitergegeben. Die Pressechefin der Liberalen ist inzwischen ein Fall für die Staatsanwaltschaft, der Generalsekretär ist zurückgetreten - übrig in der Parteispitze ist noch der Vorsitzende Lars Leijonborg, und auch dessen Image kratzte die Affäre stark an. Am Donnerstag abend, im einstündigen Interview des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, versuchte er das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.  

”Das ist eine Katastrophe - ich bitte das ganze schwedische Volk um Verzeihung. Aber nun müssen wir das hinter uns lassen.”

Das war dann auch die Hauptaussage des liberalen Politikers in der Fernsehbefragung vom Donnerstag zur bevorstehenden Wahl. Wie erwartet stand die Affäre um die Computerbespitzelung der Sozialdemokraten aus den Reihen der Volkspartei auch diesmal im Vordergrund. Auf die Frage, ob denn nun alles ans Licht gekommen sei, antwortete Leijonborg, er könne nicht ausschliessen, dass noch weitere Einzelheiten bekannt würden. Am Gesamtbild ändere das aber nichts. Und zurückhaltend optimistisch sagte er:

”Irgendwie fange ich heute an zu glauben, dass die Wende für die Volkspartei da ist. Wir werden das in Ordnung bringen.”

Leijonborg liess keinen Zweifel daran, dass er weiterhin an einen Erfolg bei der Wahl glaubt. Für dieses Ziel versprach er einen verstärkten Einsatz:

”Ich werde einige neue Aktivitäten ankurbeln, um auch meinen Parteifreunden zu zeigen, dass es jetzt nicht reicht, zu hundert Prozent zu arbeiten. Jetzt müssen wir 120 Prozent bringen, um das aufzuholen, was wir in diesen ziemlich schlimmen Tagen verloren haben.”

Und am 17. September müsse das schwedische Volk entscheiden, ob er das Zeug zum Minister habe. Um diese Beurteilung zu erleichtern, trug der Chef der Liberalen noch einmal seine Ansichten zu den verschiedenen Sachfragen vor. Leijonborg bekannte sich erneut zum Festhalten an der Kernkraft und befürwortete den Bau neuer Atommeiler. Recht ausführlich nahm er zu zwei langjährigen Herzensfragen der Liberalen Stellung: zur Einwanderungs- und Schulpolitik. Die Volkspartei stellt nach seinen Worten höhere Anforderungen an die Integrationsbereitschaft von Einwanderern. So müsse das Erlernen der schwedischen Sprache Voraussetzung für eine Einbürgerung werden. Dafür wolle man verstärkte Hilfe anbieten. Im Schulwesen seien Verbesserungen notwendig, und zwar für Schüler und Lehrer. Schliesslich forderte Leijonborg erneut strengere Richtlinien für die Krankenversicherung.

Beobachter bescheinigten dem Chef der Liberalen, er habe sich in der Befragung zunehmend sicherer gezeigt.

Inzwischen ist die leidige Computeraffäre um eine neue Variante reicher:

Stunden vor seinem Fernsehauftritt erhielt Leijonborg nämlich eine E-Mail eines TV-Programmchefs, der dem Politiker nahelegte, er könne sich doch die geplanten Fragen schon vorher im Intern-Netz des Senders anschauen. Der Fernsehjournalist schickte auch gleich das Lösungswort mit und verabschiedete sich mit: ”Viel Glück!”

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