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Gesundheitsrisiko Krankenhausaufenthalt

Publicerat onsdag 13 september 2006 kl 17.02
Oft bleibt wenige Zeit für die Patienten

Dass das schwedische Gesundheitssystem krankt, ist längst kein Geheimnis mehr. Es wird gespart wo es nur geht, und das meist zum Leidwesen der Patienten. Vor allem der stetige Abbau von qualifiziertem Personal führt zu überfüllten Wartzimmern, überquellende Notaufnahmen und hoffnungslos überbelegten Krankenstationen.

Für die Ärzte und das Pflegepersonal bleibt oft kaum Zeit sich um die einzelnen Patienten zu kümmern. Noch dazu steigert die bedrängende Enge in den Krankenhäusern die Verbreitung von bisweilen sehr gefährlichen Infektionskrankenheiten. Die Überbelegung ist ein Problem, mit dem viele Kranknehäuser in Schweden zu kämpfen haben.

Wegen mangelnden Kapazitäten gerade auf den Spezialstationen für Infektionserkrankungen kommt es immer häufiger vor, dass Patienten mit ansteckenden Krankheiten in anderen Abteilungen untergebracht werden müssen. Dort können die Patienten jedoch nicht angemessen behandelt, die notwendigen Hygienevorschriften oft nicht eingehalten werden. Die Folge: Andere Patienten laufen Gefahr sich anzustecken.

Lebensgefährliche Enge

„Das hat die Konsequenz, dass sich der medizinische Schutz der Patienten verschlechtert und in einigen Fällen kann das sogar lebensbedrohlich sein,” sagt Martin Gilmåker, Spezialist für Infektionskrankheiten am Karolinska Krankenhaus in Solna.

Grund dafür sind die immer grösseren Einsparungen, die vor allem im Abbau des Bereitschaftspersonals münden. Das Risiko einer erhöhten Ansteckung beginnt jedoch oft schon in der Notaufnahme der Krankenhäuser. Denn dort fehle es nicht selten an gut ausgebildetem Personal. Gefährliche Infektionen würden oft nicht rechtzeitig erkannt, beklagt das Personal des Karolinskakrankenhauses.

Ein gefährlicher Weg

„Wir befinden uns auf einem gefährlichen Weg, wenn wir weiterhin Ressourcen in der Behandlung von Infektionskrankheiten einsparen. Also wenn Menschen mit akut ansteckenden Krankheiten nicht auf dem schnellsten Wege behandelt werden,“ sagt Martin Gilmåker.

Doch trotz der deutlichen Mängel gab es bisher keine Beschwerden von seiten der Krankenhausangestellten bei der Aufsichtsbehörde. Ein Zustand, den Johan Carlsson, Chef der zuständigen Abteilung nicht fassen kann: „ Es geht hier um einen Pateinten, der auf Grund eines organisatorischen Misstandes verstarb. Und ich finde es merkwürdig, dass wir bisher nichts davon erfahren haben.“

Offizielle Beschwerde kam zu spät

Aber auch Infektionsspezialist Martin Glimåker vom Karolinska Krankenhaus hat keine Erklärung für die Versäumnisse des Personals: „Es kam vor, dass Patienten in einigen Fällen nicht ordnungsgemäss behandelt wurden. Aber ich kann auch nicht erklären, warum es keine offizielle Beschwerde gab.“

Die Behörde kündigte an, die Situation im Karolinska Krankenhaus nun zu untersuchen, und gemeinsam mit dem Lokalverwaltung eine Lösung zu finden. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis landesweit etwas geschieht. Doch gerade Zeit haben viele Patienten in den Krankenhäusern nicht.

Birgit Ulrich

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