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Kein grünes Licht für Forsmark

Publicerat fredag 15 september 2006 kl 15.00

Das Kernkraftwerk Forsmark darf nicht ans Netz. Dies hat die staatliche Aufsichtsbehörde so entschieden. Der Betreiber – die staatliche Vattenfall – muss zusätzliche Auflagen erfüllen, nach dem Störfall Ende Juli. Dennoch ist der Sprecher der Umweltpartei, Peter Eriksson, unzufrieden. Eriksson meint, dass es zwischen der Aufsichtsbehörde und den AKW-Betreibern ein allzu freundschaftliches Verhältnis gebe.

Störfall im AKW Forsmark. Die Dieselaggregate der Notkühlung spirngen erst nach mehreren Versuchen und mit einiger Verzögerung an. Zwei der drei Reaktoren in Forsmark gehen darauf vom Netz. Wie ernst dieser Störfall vom 25. Juli tatsächlich war, darüber streiten sich selbst die Experten der staatlichen Strahlenschutzbehörde SKI. 

„Das Ereignis an sich war nicht sehr ernst. Es gab keine Brüche im Reaktor und die Kühlung war sichergestellt“, sagt Karlsson, Chef der Reaktorsicherheit bei SKI. Doch seine Chefin Judith Melin hat als Generaldirektorin des SKI eine andere Ansicht: „Das ist schon ernstzunehmen. Das sieht man jetzt auch an der Entscheidung, die wir getroffen haben, dass wir das Ganze noch mal durchgehen.“

Zusätzliche Auflagen

Deshalb hat SKI auch bis auf Weiteres Forsmark nicht die Erlaubnis erteilt, den Betrieb wieder aufzunehmen. Erst müssten zusätzliche Auflagen erfüllt werden, darunter die Installierung von untereinander unabhängigen Stromversorgungssystemen zum Start der Dieselaggregate für die Notkühlung.

Melin hegt auch Zweifel an der Leitung des Reaktors und will den Verlauf der Ereignisse weiter prüfen: „Wir möchten die Frage näher untersuchen, warum nicht sofort abgeschaltet, sondern einen Tag gewartet wurde. Das wollen wir beanwortet wissen.“

Grüne bezweifeln Glaubwürdigkeit

Trotz der kritischen Töne der Generaldirektorin meldet sich die Politik zu Wort. Für den Sprecher der Umweltpartei, Peter Eriksson, besteht akuter Klärungsbedarf: „Das muss man doch ganz einfach erklären können, hier ist etwas geschehen, was wir uns nicht haben vorstellen können, aber das darf nicht wieder passieren. Dafür müssen wir unser Bestes tun. Dazu müssen auch alle Sicherheitsaspekte nocheinmal geprüft werden. Wenn man das so sagen würde, hat man eine höhere Glaubwürdigkeit, als wenn man immer wieder behauptet, dass dies nichts Ernstes gewesen sei. Da wundert sich doch die Öffentlichkeit, warum diese Fragen nicht erörtert werden, wenn ein grosses Unglück so nahe war.“

Eriksson sieht die Glaubwürdigkeit der Strahlenschutzbehörde in Frage gestellt. Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Diese gesamte Kernkraftsbranche ist doch eine kleine Gruppe und manchmal scheint es so, dass man sich da gegenseitig Rückendeckung gibt.“

Selbst den Vorwurf der Korruption will Eriksson dabei nicht ausschliessen. Derweil bleiben die zwei Reaktoren in Forsmark einstweilen vom Netz, wie auch  zwei weitere in Oskarshamn und einer in Ringhals.

Dieter Weiand

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