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Sieger und Verlierer der Wahl 2006

Publicerat måndag 18 september 2006 kl 16.47
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Jubelnder Gewinner: Fredrik Reinfeldt
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Göran Persson nimmt Abschied

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Mit nur wenigen Prozentpunkten ging die bürgerliche Allianz am Sonntag bei den Parlamentswahlen nach der ersten Hochrechnung in Führung. Bis zum späten Abend konnte das konservativ-liberale Koalitionsbündnis den Vorsprung ausbauen und sich damit den Sieg sichern. Nach zwölf Jahren unter der Regierung der Sozialdemokraten treten die Konservativen unter der Führung Fredrik Reinfeldts wieder an die Spitze der Regierung und zwar mit dem besten Wahlergebnis seit über 70 Jahren.

Der grosse Sieger der Parlamentswahlen 2006 sind die Konservativen. Mit diesen Worten trat der Spitzenkandidat der bürgerlichen Allianz, Fredrik Reinfeldt, am Sonntag abend vor das Publikum auf der Wahlparty in Stockholm. Rasender Beifall begleitet die Rede des künftigen Regierungschefs.

Der Parteienzusammanschluss aus Konservativen, Zentrumspartei, Liberalen und Christdemokraten gewannen gegen das linke Lager am Ende mit 48,1 gegenüber 46,2 Prozent der Stimmen. Das amtliche Endergebnis wird bis Mittwoch erwartet. Dann nämlich sollen alle Wahlzettel ausgewertet sein.

”Wir haben eine Heldentat vollbracht!”

Doch der wirkliche Gewinner dieser Wahl ist die konservative Partei, „Nya Moderaterna“. Mit über 26 Prozent der Stimmen erreichte sie das beste Wahlergebnis seit 1928. Für den Parteiführer Fredrik Reinfeldt ist das Ergebnis ein Meilenstein der Geschichte:

„Wir haben eine historische Heldentat vollbracht! Wir haben gegen eine etablierte Regierung gewonnen, und das in einer konjunkturellen Hochzeit. Und zum ersten Mal seit 75 Jahren konnten wir den Grundstein für eine Mehrheitsregierung in Schweden legen. Wir haben grosse Geschichte geschrieben an diesem Abend!“

Erfolg durch Einigkeit

Ein Erfolg, der sich bereits vor den Wahlen abzeichnete. Denn bereits mehrere Tage vor der Abstimmung lag die bürgerliche Allianz vorn und legte immer weiter an Wählersympathien zu. Fredrik Reinfeldt erklärt die positive Entwicklung des Wahlkampfs so:

„Zubeginn hatten wir Probleme, in bestimmten Sachfragen eine gemeinsame Position zu finden. Doch das haben wir überwunden und wir haben nun Lösungen für die kommende Regierungsperiode vorzuweisen: Wie wir neue Jobs schaffen, den Menschen mehr Selbstbestimmung über ihr eigenes Leben garantieren, wie wir mit unserem Freiheitsgedanken den Wohlfahrtsstaat weiterentwickeln können,“ sagte Reinfeldt.  

Verluste bei den Linken

Für den Noch-Regierungschef Göran Persson kam die Ernüchterung bereits nach der ersten Hochrechnung. Sechs Prozentpunkte mussten die Sozialdemokraten im Vergleich zu den vergangenen Wahlen einbüssen. Und auch die stillen Partner der Persson-Regierung, Linkspartei und Grüne wurden mit ernüchternden Zahlen konfrontiert. Während die Grünen leicht zulegten, musste die Linkspartei knapp drei Prozentpunkte Verlust hinnehmen. Und rutschte auf knapp unter sechs Prozent der Wählerstimmen.

Bis zur letzten Sekunde der Stimmauszählung hatte Göran Persson mit seinem Auftritt gewartet. Ungewohnt emotional wandte sich der oberste Sozialdemokrat an seine Genossen:

„Wir werden niemals den Regierungswechsel der Konservativen akzeptieren. Wir schlagen  zurück. Natürlich hätten wir heute ein besseres Ergebnis erzielen können, aber die Arbeit, die wir gemeinsam geleistet haben, war geprägt von einer sehr positiven Stimmung und zeugt von einem guten Zusammenhalt. Wir haben diese Wahlen verloren, aber wir sind immer noch die stärkste Fraktion. Jetzt können wir uns darauf vorbereiten, zurückzuschlagen.“

Emotionaler Abschied

Gleichzeitig nutzte Persson die Gelegenheit, um seinen Rücktritt in aller Form anzukündigen. Das Comback der Sozialdemokraten, werde nicht unter seiner Leitung geschehen. Denn es sei nun Zeit, die Parteiführung der nächsten Generation anzuvertrauen, sagte Persson. „Ich werde euch vermissen!“

Wer jedoch die Sozialdemokraten zurück ins Parlament führen soll, darüber sind derzeit nur Spekulationen möglich. In den nächsten Tagen wolle sich Göran Persson mit seinen Parteigenossen zusammensetzen, um über die nächste Parteiführung zu beraten.

Unterdessen wartet Fredrik Reinfeld auf das Kommando vom Parlamentspräsidenten, mit der Regierungsbildung zu beginnen. Reinfeldt teilte bereits mit, sein neues Kabinett am sechsten Oktober vorzustellen.

Birgit Ulrich

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