Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Gewerkschaften gegen Eingriffe in Arbeitslosenversicherung

Publicerat tisdag 19 september 2006 kl 15.42

Die künftige schwedische Regierung ist noch gar nicht im Amt, da zeichnen sich schon erste Probleme ab: Die Gewerkschaften haben Widerstand gegen geplante Beitragserhöhungen zur Arbeitslosenversicherung angekündigt. Dazu Ella Niia, Vorsitzende der Hotel- und Gaststätten-Gewerkschaft:

„Wir können nicht ausschliessen, dass es sich auf bevorstehende Tarifverhandlungen auswirkt, wenn die bürgerliche Allianz die Vorschläge verwirklicht, mit denen sie zur Wahl angetreten ist.“

Sture Nordh, Chef der Zentralen Angestellten-Gewerkschaft TCO, drückt es einfacher aus:

„Wenn die Kosten für die einzelnen Arbeitnehmer steigen, dann kann das natürlich die Tarifverhandlungen beeinflussen.“

Gemeint ist unter anderem die Absicht der bürgerlichen Allianz, die Monatsbeiträge zur Arbeitslosenversicherung je nach Einkommen um bis zu  300 Kronen anzuheben. Ausserdem sollen die Leistungen der Versicherung bei Arbeitslosigkeit eingeschränkt werden. So ist geplant, die Zahlung von 80 Prozent des letzten Einkommens auf 200 Tage zu begrenzen. Danach sollen ebenfalls befristet noch 70 Prozent gezahlt werden. Auch andere Pläne beanstanden die Gewerkschaften. Ella Niia:

„Sollen wir jetzt wirklich Tarifabkommen mit dreijähriger Laufzeit haben? Das ist natürlich nicht das erste, was man am Verhandlungstisch diskutiert. Aber diese Frage ist aufgetaucht, und man ist beunruhigt: Was  geschieht nun, wenn wir eine bürgerliche Regierung bekommen?“

Die Warnungen der Gewerkschaften vor Veränderungen der Arbeitslosenversicherung stossen auf Kritik der Arbeitgeber. Karl-Olof Stenqvist, Verhandlungsleiter des Verbandes technischer Unternehmen, findet es unangebracht, dass die Gewerkschaften dies überhaupt zum Thema machen:

„Das wirkt sich nicht auf die Fähigkeit der Unternehmen aus, die Löhne zu erhöhen oder zu senken. Da spielen andere Faktoren eine Rolle, wie die Entwicklung der Konjunktur und solche Dinge.“

Politiker der künftigen Regierung haben sich bislang nicht in die Diskussion eingeschaltet, denn auch in Schweden herrscht Tarifautonomie. Die bevorstehenden Lohnverhandlungen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen werden deutlich machen, wie sich die veränderte Lage auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Da kann es dann auch schon mal stürmisch zugehen – schliesslich hat der Herbst begonnen.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".