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Sven Nykvist

Herr über Licht und Schatten

Publicerat torsdag 21 september 2006 kl 23.00
Kamerakünstler Sven Nykvist

* 2. Dezember 1922 (Moheda), † 20. September 2006 (Stockholm)

Sven Nykvist, Schwedens grösster Filmkameramann, hat wie kein anderer seiner Zunft die Gestaltungsform der bewegten Bilder geprägt.

Wie so viele berühmte schwedische Künstler kam Nykvist aus Småland. Am 3. Dezember 1922 wurde er in Moheda in der Nähe von Växjö geboren.

Sven Nykvists weltberühmter Weggefährte Ingmar Bergman beschreibt es mit einem Satz: „Er hatte zwar immer einen Belichtungsmesser dabei, aber er machte das mit dem Auge, er hat gesehen, wie belichtet werden musste.“

Arbeitete mit namhaften Regisseuren
Sven Nykvist hat diese Fähigkeit in allen nach 1953 geschaffenen Werken Bergmans genutzt – sowohl in Schwarz-Weiss als auch in Farbe. Andere Regisseure erkannten früh die Begabung des Schweden und holten ihn nach Hollywood. Nykvist drehte unter anderem für Roman Polanski, John Huston und Woody Allen. Mit Bob Rafaelson schuf Nykvist 1980 die Neuverfilmung von James M. Cains „Wenn der Postmann zweimal klingelt“. Auch Andrej Tarkowski und Louis Malle verpflichteten ihn.

Das Lebenswerk des Künstlers umfasst nicht weniger als 130 Filme. 1974 erhielt Nykvist den Oscar für seine Kameraführung in Bergmans „Schreie und Flüstern“. Seinen Dank formulierte er bscheiden: „Ich fühle mich sehr, sehr stolz, und ich bin ganz sicher, dass mir diese hohe Auszeichnung die Möglichkeit gibt, noch viel besser zu arbeiten, als ich es bisher getan habe.“

Zehn Jahre später wurde Nykvist erneut mit dem Oscar ausgezeichnet – diesmal für Bergmans Familienchronik „Fanny und Alexander“. 1999 drehte Nykvist seinen letzten Film: „Curtain Call“ von Peter Yates.

Über seine Arbeit sagte Nykvist einmal: „Heute machen wir alles so kompliziert – die Beleuchtung, die Kameras, das Spielen. Ich habe 30 Jahre gebraucht, um zu Einfachheit zu gelangen.“

Sven Nykvist starb im Alter von 83 Jahren nach längerer Krankheit am 20. September 2006. 

Die Abschiedsworte von Ingmar Bergman sagen mehr als ein langer Nachruf: „Wenn ich die Filmarbeit manchmal vermisse, dann wegen der Zusammenarbeit mit Sven.“

Klaus Heilbronner

Mehr Material über Sven Nykvist:

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