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Organisiertes Verbrechen auf dem Vormarsch

Publicerat fredag 22 september 2006 kl 15.48

Wie durch ein Wunder gab es keine Toten - im westschwedischen Göteborg gingen in den letzten Tagen nach Sprengstoffattentaten mehrfach Autos im Flammen auf. Hinter den Taten vermutet die Polizei Spitzen krimineller Motorrad-Gangs. Sie fordern die Gesetzeshüter in jüngster Zeit immer kühner heraus - und die Polizei ist nur allzu oft machtlos.

Das organisierte Verbrechen hat in den vergangenen Jahren in Schweden mächtig zugelegt. Hinter Geldwäsche, Rauschgifthandel und Εrpressung stehen häufig kriminelle Motorrad-Gangs. Ihre Zahl ist in jüngster Vergangenheit explosionsartig gewachsen.

Die zwei dominierenden Gangs, Bandidos und Hells Angels, trugen in den 90-er Jahren einen blutigen Kampf um die Vorherrschaft in Schweden aus. Nach diversen Morden schlossen die Kontrahenten Ende der 90-er Jahre Frieden und vereinbarten einen Stopp für die Neuetablierung von Klubs. Nichtsdestotrotz sind also jetzt wieder neue Klubs entstanden, die die Mutterorganisationen eifrig unterstützen und auch bereitwillig Schmutzarbeit für die Führung erledigen.

Der wachsenden Aktivität auf Seiten der Kriminellen stand in jüngster Vergangenheit allzu oft eine machtlose Polizei gegenüber.

”Mitglied in einer kriminellen Gang zu sein, das sollte eigentlich beschwerlich und riskant sein. Aber dem ist nicht so. Im Gegenteil: diese Banden breiten sich immer mehr aus”, sagt Klas Friberg vom Landeskriminalamt in Göteborg. Er verweist auf die Hauptprobleme der Polizei bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens: Zum einen haben die örtlichen Polizeibehörden auf Grund mangelnder Ressourcen nicht die Möglichkeit, der Gang-Kriminalität höchste Priorität zu geben. Zum anderen mangelte es lange an Koordination: Damit sich die Polizei ein vollständiges Bild machen könne, müssten Behörden wie das Finanzamt oder die Zentrale Zollbehörde bei Verbrechen wie beispielsweise Drogenhandel viel stärker einbezogen werden, sagt Klas Friberg. Doch bis vor kurzem bestand eine solche Zusammenarbeit kaum.

”Wenn es um einzelne Straftaten geht, dann gelingt uns die Aufklärung oft ganz gut. Aber es hapert enorm bei der Einsicht in grössere Zusammenhänge, zum Beispiel welche Rolle einzelne Personen in den Netzwerken spielen, wie die Logistik läuft, wie die Geldwäsche vor sich geht”, so Friberg.

Zu Jahresbeginn hat die Polizei nun begonnen, ihre Kräfte besser zu koordinieren. Der neue Stellvertretende Chef des Landeskriminalamtes, Per Tjäder, wird den Kampf gegen das organisierte Verbrechen leiten. Die Regierung hat dafür zunächst umgerechnet 12 Millionen Euro zugeschossen. Dass die Aufgabe nicht leicht wird, darüber ist sich Per Tjäder im Klaren:

”Um auf längere Sicht etwas zu erreichen, müssen wir die Tatmotive bekämpfen. Es geht um Geld und Macht.”

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