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Reiseangebote und Reue im Hacker-Skandal

Publicerat måndag 25 september 2006 kl 13.00

Zwei Wochen vor der Wahl platzte der Skandal um das Eindringen liberaler Politiker in das Computernetzwerk der Sozialdemokraten wie eine Bombe in den Wahlkampf. Mehrere Liberale in Schlüsselpositionen hatten ihre Posten verlassen müssen. Ob sich die Affäre tatsächlich auf das Wahlergbnis ausgewirkt hat, bezweifeln die Experten. Jetzt – eine Woche nach der Wahl – kommt mehr Licht in die ganze Angelegnheit: Wer wusste darüber Bescheid und warum ist es gelaufen, wie es gelaufen ist. Die zwei Hauptakteure, der Jungliberale Per Jodenius und gefeuerte Parteisekretär Johan Jakobsson, sind an die Öffentlichkeit gegangen.

Was die Wählerstimmen angeht, so scheint keine der in die Affäre verwickelten Parteien profitiert zu haben. Sowohl die Liberale Volkspartrei als auch die Sozialdemokraten mussten empfindliche Stimmerverluste hinnehmen. Das Augenmerk richtet sich jetzt darauf, wieviel die Parteispitze der Liberalen tatsächlich gewusst hat und wie das Krisenmangment funktionierte.

Hauptbeschuldigter ist der Pressesprecher der Jungliberalen Per Jodenius. Er hatte zugegeben, dass er in das Netzwerk der Sozialdemokraten eingedrungen war und Papiere über Wahlstrategien dort ausspionierte. Jodenius musste unmittelbar nach der Aufdeckung des Skandals gehen. Nur ein paar Tage später gefolgt von Parteisekretär Johan Jakobsson, der seit langem von dem Hackereinsatz gewusst hatte.

Weitere Belatungen

Jetzt tritt Jodenius an die Öffentlichkeit und belastet Jakobsson noch weiter. Der Parteisekretär habe alles versucht, damit er, Jodenius, so wenig wie möglich nach Aussen trage – auch nach Aufdeckung des Skandals. Dies erklärt Jodenius gegenüber dem Schwedischen Fernsehen: „Wenn das Gröbste vorbei ist, verschaff ich Dir einen Job, hat er gesagt. Wir lassen Dich nicht im Regen stehen. Dass muss aber zwischen uns bleiben. Falls das rauskäme, würde das Angebot nicht mehr gelten.“

Tatsache ist, dass die Parteileitung in den ersten Stunden und Tagen des Skandals gemauert hat. Sowenig wie möglich wurde zugegeben. Bis nach zwei Tagen die Einsicht kam, dass sowieso alles herauskommen würde und auch Jakobsson seinen Hut nahm. Seine Nachfolgerin, Helena Dyrssen, erinnert sich vage an ein Gespräch mit Jodenius: „Ich hab wohl irgendwann mit Per gesprochen. Den Auftrag habe ich von Johan bekommen. Es ging wohl darum, dass er der Journalistenmeute aus dem Weg gehen sollte.“

Reumütiger Ex-Parteisekretär

Mittlerweile gibt sich auch Ex-Parteisekretär Jakobsson reumütig. Er habe die ganze Geschichte unterschätzt, gibt er in einem Zeitungsinterview zu verstehen. Bereits vor über einem halben Jahr habe Jodenius ihm erzählt, dass er bei den Sozialdemokraten spioniert habe. Damals habe er gesagt, dass Jodenius dass nicht dürfe und die Sache auf sich beruhen lassen. Jetzt bereut Jakobsson, dass er dem Ganzen nicht schärfer nachgegangen ist. Auch mit seinem eigenen Krisenmanagment geht Jakobsson hart ins Gericht. Jetzt – nach allen Enthüllungen und Rücktritten – sei ihm, Jakobsson, aufgegangen, dass er seinen Parteivorsitzenden Lars Lejonborg hätte früher informieren müssen und die Opfer – die Sozialdemokraten.

Das Strafverfahren gegen die Liberalen wegen unerlaubten Eindringens in ein Computernetzwerk läuft derweil weiter.

Dieter Weiand

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