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Juso-Vorsitzende in Prügelei

Prozess entscheidet über junge Karriere

Publicerat onsdag 27 september 2006 kl 12.46
Auf dem Weg ins Gericht

Heute hat beim Stockholmer Amtsgericht ein Prozess begonnen, der über die Zukunft einer politischen Karriere entscheiden wird. Angeklagt ist die Vorsitzende der schwedischen Jungsozialisten, Anna Sjödin. Sie hatte mit Parteifreunden anscheinend zu ausgelassen im Stockholm Nachtclub Crazy Horse gefeiert. Was genau geschehen ist, darüber gehen die Angaben weit auseinander. Fest steht lediglich, dass es im Crazy Horse im Januar zu Handgreiflichkeiten gekommen war, zwischen Anna Sjödin und den Türstehern der Bar. Sjödin beruft sich darauf, dass die Türsteher mit roher Gewalt vorgegangen seien

„Ich glaube, ihr könnt Euch einfach nicht vorstellen, wie das ist, wenn man als Mädchen plötzlich drei Jungs über sich hat, von denen einer dazu noch mit einem Knüppel schlägt“, verteidigt sich die Rugby-Spielering Sjödin.

Die Version des Türstehers Babak Jamei hört sich jedoch weniger bedrohlich an: „Ich versuche sie vor die Tür zu weisen. Dabei bekomme ich einen Hieb auf den Hinterkopf und einen Faustschalg ins Gesicht. Als sie mit ihrer Freundin dann ging, hat sie „Scheiss-Kanak“ zu mir gesagt. Ich fragte sie, was hast du gesagt . Dann schaut sie mir in die Augen und sagt, solche Einwanderer wie dich wollen wir nicht in unserem Land.“

Unakzpetable Wortwahl

Diese Wortwahl wäre für eine schwedische Sozialdemokratin unakzeptabel. Sie wird auch von Sjödin bestritten: ”Das würde ich nie so sagen”, beteuert Sjödin. Der Prozess, in dem jetzt Aussage gegen Aussage steht, beschäftigt die schwedische Öffentlichkeit. Es geht um die Zukunft einer möglichen Ministerin, oder gar Ministerpräsidentin. Denn Vorsitzende der Jusos zu sein, ist normalerweise der gerade Weg zu politischen Ämtern und Posten. Eine der Vorgängerinnen von Sjödin war besipielsweise Anna Lindh.

So sind auch für den Prozess zwei Tage veranschlagt. Bei ähnlichen Fällen ohne prominente Beteiligung ist die Angelegenheit meisten innerhalb weniger Stunden zu Ungunsten der Angeklagten erledigt.

Die politischen Beobachter sind sich einig, sollte es im Fall Sjödin zu einer Verurteilung kommen, wäre die politische Karriere wohl beendet. Ein Freispruch müsste Sjödin von jeglicher Schuld geradezu reinwaschen, denn die Sozialdemokraten legen die moralische Messlatte sehr hoch an. Gegen Mona Sahlin war vor gut zehn Jahren wegen ihrer Toblerone-Affäre nicht einmal Anklage erhoben worden. Trotzdem musst sie ihre Ambitionen auf die Parteiführung damals aufgeben.

Dieter Weiand

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