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UN-Reiseverbot ohne Konsequenzen

Publicerat onsdag 27 september 2006 kl 14.49
Ahmed Yusuf reiste trotz UN-Reiseverbot

Ahmed Yusuf stand unter Terrorverdacht und auf Druck der USA hin wurde er mit mehrern UN-Saktionen bedacht. Unter anderem hatten man ihm ein allgemeines Reiseverbot erteilt. Dennoch konnte der aus Somalia stammende Yusuf seine schwedische Wahlheimat öfter als einmal verlassen, ohne das Misstrauen der schwedischen Behörden zu wecken. 

„Ich hatte ein Ausreiseverbot, bin aber trotzdem mehrmals verreist,“ sagt Ahmed Yusuf.  Nach den Anschlägen vom 11. September war Yusufs Name auf einer Liste terrorverdächtiger Personen aufgetaucht. Über das inoffizielle Banknetzwerk Al-Barakaat hatte Yusuf Gelder nach Somalia geschickt und geriet dadurch unter Verdacht, das Terrornetzwerk Al-Kaida zu unterstützen.

Für fünf Jahre hatten die Vereinten Nationen seine Konten eingefroren und ihm ein Ausreiseverbot verpasst. Doch selbst das konnte Yusuf nicht davon abhalten immer wieder ins Ausland zu reisen.

Grenzpolizei liess ihn passieren

„Ich bin in arabischen Ländern gewesen, in Afrika, London, Belgien, Frankreich und Deutschland. Oftmals bin ich über Amsterdam gefahren und niemals hat mich jemand daran gehindert oder mir irgendwelche Fragen gestellt,“ sagt Yusuf.

Selbst am Stockholmer Flughafen Arlanda habe man ihn nach eingängiger Prüfung seiner persönlichen Dokumente durch die Passkontrolle gewunken, sagt Yusuf. Und das obwohl sein Fall von der Presse breit geklopft wurde und sein Bild wochenlang in den Medien kursierte. „Sie haben etwa 20 Minuten in meinen Passgekuckt, aber gefragt wurde ich nichts,“ berichtet Yusuf.

Kein Eintrag im Schengen-Register

Dass die Grenzpolizisten den Terrorverdächtigen ungehindert ausreisen liessen hat eine einfache Erklärung. Die schwarzen Listen der UNO werden von den schwedischen Grenzschutzbeamten nicht genutzt.

„Personen, die wegen eines Verbrechens in der Schengen-Region gesucht werden, bekommen einen Eintrag im Schengen-Register. Jedoch nicht diejenigen, die eines Verbrechens verdächtigt werden, das ausserhalb der Region begangen wurde,“ betont Niklas Karlson, zuständig für die internationale Zusammenarbeit bei der schwedischen Polizei. Letztlich sei jedes Land selbst dafür verantwortlich, welche Informationen der Vereinten Nationen an die ausführenden Behörden weitergeleitet würden und welche nicht.

Ein neuer Pass

Doch nicht nur das Verhalten der schwedischen Zollbeamten ruft Bedenken wach. Denn seinen Angaben zufolge hatte Yusuf trotz des auf ihm lastenden Reiseverbots einen neuen Pass beantragt. Das Dokument hatten die schwedischen Behörden dann auch ohne Zögern ausgestellt.

Der Name Ahmed Yusuf verschwand im August endgültig von der Liste der Terrorverdächtigen. Doch auch wenn sich der Verdacht gegen die Person Yusuf damit nicht bestätigt hat, ein wirklicher Terrorist hätte sich ebenso frei über die Grenzen hinweg bewegen können, wie er. 

Birgit Ulrich 

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