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Kritik an Berliner Opern-Beschluss

Publicerat onsdag 27 september 2006 kl 15.55

Die Absetzung der Mozart-Oper „Idomeneo” in Berlin hat auch in Schweden für Aufregung gesorgt. In der Öffentlichkeit überwiegt Unverständnis über den Schritt, zu dem sich die Deutsche Oper Berlin aufgrund möglicher islamistischer Anschläge genötigt sah. An die Spitze der Kritiker hat sich Ex-Abba-Mitglied und Musikproduzent Benny Andersson gesetzt. Im Schwedischen Rundfunk warf er der westlichen Welt Weichei-Mentalität vor und erinnerte in diesem Zusammenhang an den Streit um die Mohammed-Karrikaturen.

Benny Andersson nahm im Interview mit dem Schwedischen Rundfunk wahrlich kein Blatt vor den Mund:

„Das ist furchtbar. Jetzt beugt sich die freie Kunst den schreienden Massen im Nahen beugen. Das ist ein tiefer Fall.”

Den Schweden sei der Streit um die Mohammed-Karrikaturen noch lebhaft im Gedächtnis, meinte das einstige Abba-Mitglied. Während in der arabischen Welt dänische und norwegische Fahnen verbrannt wurden, weil dänische und norwegische Zeitungen die umstrittenen Karrikaturen zuerst gedruckt hatten, hielt Schweden sich aus dem Konflikt bewusst heraus.

Unrühmliches (schwedisches) Verhalten

Mehr noch: Die damalige Aussenministein Laila Freivalds rief persönlich bei Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an, um ihm mitzuteilen, Schweden habe mit der Sache rein gar nichts zu tun. Das seien allein die Nachbarn in Dänemark und Norwegen gewesen. Diese Art von vorauseilendem Gehorsam und Selbstzensur kennzeichne auch immer mehr die Arbeit von Künstlern, monierte Benny Andersson:

„Die freie Kunst ist ein Grundpfeiler der Meinungsfreiheit in der westlichen Welt. Das betrifft auch mich als Produzent in der Unterhaltungsindustrie. Es ist schon bedauerlich genug, dass der Papst sich für ein jahrhundertealtes Zitat entschuldigen muss. Zuerst die Mohammed-Karrikaturen und nun die Entschuldigung des Papstes - das ist ein schrecklicher Trend.”

Den Schwanz eingezogen

Er wolle, sagte Andersson weiter, nicht in einer Welt leben, in dem Filme wie der Monthy-Python-Streifen „Das Leben des Brian” - eine Persiflage auf die letzten Tage Jesu - aus Angst vor Fanatikern nicht mehr gedreht werden können. Deswegen sei der Entschluss der Deutschen Oper in Berlin, ohne konkrete Bedrohung den Schwanz einzuziehen, ein Armutszeugnis. Doch diese Entwicklung werde sich fortsetzten, prophezeite Andersson skeptisch.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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