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Ausgesetzte Tiere bedrohen die Artenvielfalt

Publicerat torsdag 28 september 2006 kl 10.00
Genetische Gefahr: eingesetzte Lachse

Das Aussetzen von Vögeln, Fischen und Pflanzen, wie es in Schweden häufig üblich ist, gefährdet die Artenvielfalt. Biologen warnen jetzt vor den genetischen Konsequenzen für die Natur.

Wir wissen es längst: Millionen von Tieren werden in der Natur ausgesetzt. Immer neue Rebhühner, Fasane und Stockenten sollen die Bestände für die Jäger vergrössern. Lachse und vor allem Öringe und Regenbogenforellen verbessern das Petri Heil der Angler, und die Forstwirtschaft pflanzt neue Sorten von Kiefern und Fichten, die widerstandsfähiger gegen Schädlinge sind oder schneller wachsen.

Weil all diese Tiere und Pflanzen natürlich in freier Wildbahn vorkommen, glaubte man lange, dass diese Zuschüsse folgenlos sind. Doch inzwischen beweist einschlägige Forschung das Gegenteil. Meist ist nicht einmal bekannt, in welchem Gebiet wie viele dieser oder jener gezüchteten Tiere und Pflanzen in die freie Wildbahn entlassen werden. Das bedeutet, dass auch niemand wirklich weiss, welche genetischen Folgen das für die Arten insgesamt hat.

Genetische Veränderungen
Öringe zum Beispiel werden häufig ausgsetzt, um den Fischschwund in der Nähe von Wasserkraftwerken zu kompensieren. Die gezüchteten Fische schützen sich wesentlich weniger vor den Angriffen durch Raubtiere, und sie sind auch selbst nicht so geschickt darin, lebende Beute zu fangen. Das müsste den Bestand der eingesetzten Fische eigentlich dezimieren. Aber auf der anderen Seite verteidigen sie ihre Reviere besser und können so die wilden Fische ihrer Art verdrängen.

„Beispiele wie diese zeigen, dass das Aussetzen von gezüchteten Tiere ähnliche Auswirkungen haben kann als würde man die Art genetisch verändern“, erklärt die Populationsgenetikerin Linda Laikre von der Universität Stockhom. Sie fordert deutliche Kraftanstrengungen um die Lage unter Kontrolle zu bekommen. „Wir verbreiten Gene, die in dieser Form nicht natürlich in einem Gebiet vorkommen. Aber über die Auswirkungen sind wir uns nicht im Klaren!“, warnt Laikre.

Sybille Neveling

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