Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Offizier wurde zum militärischen Sicherheitsrisiko

Publicerat fredag 29 september 2006 kl 13.54

Es war ein Skandal: Einer der ranghöchsten Offiziere der schwedischen Streitkräfte war im Frühling von seiner eigenen Frau angezeigt worden und schliesslich wegen körperlicher Misshandlung verurteilt worden. Doch dem nicht genug. Bei den Ermittlungen vielen den Beamten geheime militärische Dokumente in die Hände, die der ehemalige Chef der schwedischen Armee zu Hause herum liegen hatte. Das und seine speziellen sexuellen Neigungen hätten den Generalmajor leicht erpressbar und damit zum Sicherheitsrisiko für die schwedische Armee machen können. Eine interne Untersuchung des Militärs soll nun Klarheit in den Fall bringen.

Bei den Papieren handelte es sich um streng geheime Dokumente. Dokumente, die unter anderem Standorte geheimer Militärbasen verzeichneten und vertrauliche Informationen über den Einsatz von Spezialtruppen der schwedischen Armee im Ausland beinhalteten. Doch wie konnten solche wichtigen Unterlagen in den Privatbesitz des Offiziers gelangen? Schlamperei bei den Kontrollen weist das Militär entschieden zurück.

„Ich glaube nicht, dass man hier geschlampt hat. Die Frage war vielmehr: Wie tief darf man in der Privatsphäre ranghoher Mitarbeiter herumschnüffeln?“ meint Stefan Ryding-Berg, juristischer Vertreter des schwedischen Militärs. Dennoch bleibt offen, warum bisher keine genaue Untersuchung des Vorfalls eingeleitet wurde.

Ryding-Berg sieht das Problem im Kontrollsystem: „Ja wir hatten ein schlechtes System und deshalb müssen wir die Dinge nun so nehmen, wie sie sind,“ sagt der Jurist.

Geheime Akten und Pornographie

Neben den militärischen Dokumenten haben die Beamten nämlich auch anderes zweifelhaftes Material gefunden, das Anlass zur Besorgnis gab. Im Haus des Offiziers entdeckte man pornografisches Material, das auf eher ungewöhnliche sexuelle Neigungen des Eigentümers schliessen lässt. Selbst seinen beruflichen Email-Account hatte er genutzt, um der Erfüllung seine speziellen Gelüste näher zu kommen. So hatte er zum Beispiel per Email Kontakt zu Personen aufgenommen, die Interesse an Gruppensex haben.

Erschwerend hinzu kamen seine zerrütteten Familienverhältnisse sowie akute Geldnot. Keine Person also, bei der man streng geheimes Material gelagert wissen möchte.

Verspätete Reaktion

Dennoch bleibt offen, warum das schwedische Militär nicht schon früher reagiert hat. Schliesslich hatte die Polizei die vertraulichen Akten bereits nach Eingang der Anzeige wegen gewalttätiger Übergriffe gegen seine Frau sicher gestellt.

Dazu Ryding-Berg: „Der Fall begann als zivile Angelegenheit. Es ging um eine Anzeige wegen körperlicher Misshandlung und bei den Ermittlungen war höchste Diskretion angesagt. Warum man nicht früher reagiert hat, liegt, denke ich daran, dass man bei der ersten Hausdurchsuchung einen anderen Fokus angelegt hatte als bei der darauf folgenden unter der Leitung der Sicherheitspolizei.“

Eine Frage der Kontrolle

Um solch gefährliche wie unangenehme Patzer bei der Sicherung empfindlicher Informationen künftig zu vermeiden, wolle man jetzt genauer hinsehen, wem man in Zukunft Führungsposten innerhalb des Militärs überlasse, betont Ryding-Berg.

”Bei einem Fall wie diesem gibt es keinen Gewinner, sondern nur Verlierer. Selbst der Arbeitgeber steht in diesem Fall auf der Seite der Verlierer. Wir versuchen künftig selbstkritischer zu sein, sowohol bei der Ausarbeitung neuer Sicherheitsvorschriften und der Auswahl des Personals als auch bei der Ausführung und Kontrolle der Bestimmungen,“ so Ryding-Berg.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".