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Per Leihrad durch die City

Publicerat fredag 29 september 2006 kl 14.47

Per Leihrad durch die City „Stockholm Citybikes” heisst eine Aktion, die bei den Stockholmern bestens ankommt: „Staden runt - snabbt och sunt” heisst das Motto der Aktion Stockholm Citybikes. Zu deutsch: „durch die Stadt geht es rund - mit dem Fahrrad schnell und gesund”.

Für nur umgerechnet 23 Euro kann man von Frühjahr bis Herbst mit dem Leihfahrrad kreuz und quer durch Stockholm biken, statt im überfüllten Bus zu sitzen.

Oskar Jalkevik lebt 35 Kilometer nördlich von Stockholm. Jeden Morgen nimmt er den Zug in die City. Statt mit dem Bus weiterzufahren und dann zu laufen, steigt er auf ein Stockholm City Bike und radelt die letzte Strecke zu seinem Jobb. Mit dieser Lösung ist er sehr zufrieden:  „Ich spare 15 Minuten, muss nicht auf den Bus warten und kann mich noch ein bisschen bewegen. Die City-Bikes sind in Kombination mit oder als Alternative zu Bus und Bahn sehr praktisch. Manchmal kommt man mit dem Rad einfach schneller durch die Stadt. Ausserdem hält es fit.”

Anfang September wurden in Stockholm die Stadtfahrräder eingeführt, die man sich für eine Gebühr von umgerechnet 23 Euro inklusive Helm in der Zeit vom 1. April bis 31. Oktober ausleihen kann. Eine Tageskarte kostet umgerechnet drei Euro.

Drei Stunden Ausleihe
Projektleiter Johan Sundman steht an der Fahrradstation in Östermalm, wo zwölf blaue nagelneue Citybikes verriegelt am Ständer hängen, und zeigt wie es funktioniert: „Man nimmt die Leih-Karte, die man sich zuvor im Internet oder an der Verkaufsstelle besorgt hat, und hält den Magnetstreifen an den Automaten. Der teilt dann mit, welches Fahrrad man nehmen darf. Okay, Nummer 5. Die Verriegelung wird aufgeschlossen und nun kann es losgehen. Innerhalb von drei Stunden muss das Fahrrad wieder an einer der Stationen, die in der ganzen Innenstadt verteilt sind, abgegeben werden. Und dort kann man sich dann sofort ein Neues ausleihen, aber nur tagsüber, bis 18 Uhr.”

Bislang gibt es in Stockholm 23 Ausleihstationen. Bis zum nächsten Frühjahr sind insgesamt 80 Stationen geplant und 1.000 Fahrräder sollen dann zum Einsatz kommen.

Johan Sundman erklärt die Idee des Projektes: „Die Citybikes sollen eine Ergänzung zum Nahverkehr sein. Fast umsonst können die Stockholmer eine Saison lang soviel sie wollen durch die Stadt radeln. Mit den Fahrrädern sind sie flexibler, kommen genau dorthin, wohin sie wollen und positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat es auch.”

Skandinavische Vorbilder
Ursprünglich stammt die Idee von Leif Rönngren, zuständiger Stadtrat für das Strassenwesen. Umgesetzt hat es der U.S. Medienunternehmen Clear Channel, das in Schweden hauptsächlich Aussenwerbung an Bus und Bahn betreibt. Finanziert wird das Projekt durch Werbung. „Alvedon” steht dezent auf den Fahrrädern und Helmen, Reklame für ein Schmerzmittel.

Eine passende Reklame meint Johan: „Keine Kopf- und Rückenschmerzen, wenn man mit dem Fahrrad radelt.”

In den norwegischen Städten Oslo, Bergen und Trondheim hat sich dieses Projekt schon bewährt. In Stockholm braucht es noch seine Anlaufphase. Viele haben noch gar nichts von dieser neuen Möglichkeit der umweltfreundlichen Fortbewegung gehört, wissen nicht genau wie es funktioniert, wo die Stationen zu finden und die Karten erhältlich sind.

Neugierig stehen Passanten vor der Ausleihstation bei der Technischen Hochschule. Sofie ist überrascht: „Gutes Projekt, es ist umweltfreundlich, aber ich weiss nicht, wie es funktioniert und wo ich so eine Karte kaufen kann. Ich muss mich erst noch informieren.”

Elias ist begeistert: „Das ist eine sehr gute Idee. Ich glaube, dass viele die Räder nutzen werden. Hätte ich nicht selbst ein Fahrrad, würde ich mir sofort so eine Karte besorgen.”

Schleppender Anfang
David sieht allerdings noch einen Haken: „Super, dass man die Fahrräder fast umsonst ausleihen kann. Das würde ich auch gern machen, weiss aber gar nicht wie und wo ich so eine Karte bekomme.”

Johan Sundman Projekleiter der Aktion ist mit der Anlaufphase zufrieden: „Wir haben in der ersten Woche fast 300 Saisonkarten verkauft und bislang kaum Werbung gemacht. Wenn dann ab April 2007 die ganze Stadt mit 80 Ausleihstationen versorgt ist, wird das Angebot bestimmt gut genutzt werden. Die Stockholmer sind sehr umwelt- und körperbewusst.”

Dann sollte vielleicht auch der Kartenkauf etwas einfacher gestaltet werden. Verhandlungen mit den Fremdenverkehrsbüros und SL, dem öffentlichen Verkehrsbetrieb in Stockholm, sind bereits in Angriff genommen.

Infos zu den Stockholmer Citybikes gibt es im Internet unter www.stockholmcitybikes.se

Daniela Kasischke

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