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Uranabbau kann erzwungen werden

Publicerat tisdag 3 oktober 2006 kl 13.53

In den meisten Fällen lohnt es sich, das Kleingedruckte zu lesen. Besonders, wenn wichtige Verträge zur Unterzeichnung anstehen. Ein solch wichtiger Vertrag ist für Schweden das Abkommen, dass den Beitritt des Landes zur Europäischen Union regelt. Elf Jahre nach dem Beitritt wird jetzt der schwedischen Öffentlichkeit bewußt, dass das Land gezwungen werden könnte, Uran abzubauen.

Schweden verfügt über Uran-Vorkommen und das hat bereits Begehrlichkeiten bei mehreren internationalen Firmen geweckt. Bisher hatte die Regierung vor einem Abbau im grossen Stil den Riegel vorgeschoben.

Ein genauer Blick in die EU-Verträge genügt jedoch, um zu erkennen, dass die schwedischen Uranvorkommen der EU gehören und das Land gezwungen werden könnte, Uran abzubauen. Dies machte jetzt der Schwedische Rundfunk der Öffentlichkeit bekannt. Der scheidende christdemokratische Abgeordnete und EU-Kritiker Björn von der Esch bestätigt: „Das Risiko ist zwar gering aber es ist da. Wenn es unruhig auf dem Globus würde, könnte man schnell schwedisches Uran brauchen.“

Steigender Uranpreis

Bisher kommt das spaltbare Material vor allem aus Kanada, Australien, Russland und Namibia. In den letzten Jahren ist der Preis für Uran um mehrere hundert Prozent gestiegen und im Euratom-Vertrag werden alle Mitgliedsländer, also auch Schweden verpflichtet, Uran abzugeben.

Die Atombehörde in Luxemburg könnte also theoretisch einen Uranabbau in Schweden anordnen, ohne dass Schweden ein Mitspracherecht hätte. So sieht das auch der Experte für europarechtliche Energiefragen an der Göteborger Universität, Thomas Erhag: „Sobald es Probleme gibt, die Reaktoren mit spaltbarem Material zu versorgen, müssen die eigenen Vorkommen zur Verfügung gestellt werden.“

Wenn also Schweden weiter daran festhalten will, Uran nicht im grossen Stil abzubauen, bleibt dem Land nur die Hoffnung, dass begehrliche Blicke aus Luxemburg ausbleiben werden.

Dieter Weiand

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