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Alfred Nobel Teil 3: Der Friedensnobelpreis

Publicerat tisdag 3 oktober 2006 kl 15.12
Alfred Nobels Testament (Foto: Ida Leveby Andersson/Sveriges Radio Örebro)

Die Norwegerinnen und Norweger lieben ihn, ihren ureigenen Nobelpreis. Denn Alfred Nobel hatte die Güte einen der fünf von ihm gestifteten Preise in Oslo – das zu Nobels Lebenszeiten noch Kristiania hieß und Hauptstadt des zum schwedischen Königreich gehörenden autonomen Norwegens war – anzusiedeln.

Mit großem Erfolg, wie Francis Sejersted, der 18 Jahre lang das fünfköpfige norwegische Nobelkomitee geleitet hat versichert: „Die wissenschaftlichen Preise sind zweifellos wichtig für die Fachkreise. Die Literaturpreise sorgen regelmäßig für große Aufmerksamkeit. Aber der Friedenspreis steht als politischer Preis in einer Klasse für sich, nicht zuletzt was das Medieninteresse betrifft“, betont der im vergangenen Jahr zurückgetretene Sejersted.

Immer wieder ist es den Norwegern im vergangenen Jahrhundert gelungen, Köpfe und Organisationen auszuzeichnen, welche die Menschen besonders berührten: Martin Luther King, Nelson Mandela oder Lech Walesa. Immer wieder hat das Osloer Nobelkomitee, das heute erstmals eine weibliche Mehrheit hat, Personen ausgezeichnet, die sich für die Menschenrechte und die Versammlungsfreiheit stark gemacht haben.

Der politische Charakter des Friedensnobelpreises hat aber mitunter auch erbitterten Widerstand, Proteste und den Einspruch ausgelöst. Als der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt 1971 den Preis erhalten sollte, drohten radikale norwegische Europagegner mit einem Bombenattentat auf den Festsaal an der Universität.

Mitglied der Preisfamilie


Der 57jährige Geir Lundestad ist der starke Mann in der Organisation rund um den Friedenspreis. Der Historiker erklärt sich den Erfolg der Auszeichnung so: „Erstens wird der Preis seit 100 Jahren vergeben, deswegen sind wir etablierter als die meisten anderen Friedenspreis. Zweitens sind wir Teil einer ganzen Preisfamilie. Drittens hat das Nobelkomitee über die Jahre überraschend wenig Fehler begangenen. Und viertens haben wir die großen internationalen Trends in der Friedens- und Sicherheitspolitik nicht verschlafen.“

Für Oyvind Steinersen, der soeben mit einem Buch zu 100 Jahren Friedenspreis erschienen ist, ist der Friedensnobelpreis in erster Linie ein Symbol für das Gute. „Er kann gewöhnliche Menschen inspirieren. Er kann in besonderen Prozessen auch die Akteure beeinflussen trotz aller Schwierigkeiten auf die Ideale für eine gerechte Gesellschaft aufzubauen.”


Einflussnahme ohne Erfolg

Die Geschichte des Friedensnobelpreises zeige aber auch – so Steinersen – dass es vor allem zu Beginn immer wieder massive Versuche zur Einflussnahme auf die Auswahl der Preisträger gegeben hat. „In den ersten 50 Jahren wurde der Preis von politischen Instanzen stark beeinflusst. Also, die Grundvorstellungen der norwegischen Außenpolitik beeinflussten verschiedene Preise. Die Minister waren auch bis 1936 im Nobelkomitee vertreten.”

Die Nobelpreiskomitees können unübersehbare Akzente setzen, und genau dies sei in den letzten zehn Jahren auch geschehen, sagt Oyvind Steinersen. „Das Komitee möchte in den letzten zehn Jahren ein politischer Faktor sein. das hat meiner Meinung nach etwas mit seinem Direktor zu tun. Er möchte eine größere Rolle auf der Weltbühne spielen und Politiker, die sich in einem Friedensprozess befinden sollen beeinflusst werden.”

Bruno Kaufmann

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