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Der Weg zum Nobelpreis

Publicerat tisdag 3 oktober 2006 kl 15.15

Seit 1901 nehmen Wissenschaftler, Schriftsteller und Politiker ihn entgegen, den Preis der Preise, den Nobelpreis. Die begehrte internationale Auszeichnung besteht aus einer Medaille, einem persönlichen Diplom und einem Preisgeld. Wenn die jeweiligen Geehrten am 10. Dezember diese Trophäen ihrer Bemühungen aus der Hand des Königs entgegennehmen, stellt sich nicht zuletzt die Frage, wie man es zum Nobelpreisträger bringt.

Hemingway, Böll, Röntgen, Mandela, Einstein, Marie Curie - die Namen sind bekannt, sie alle haben im letzten Jahrhundert einen Nobelpreis erhalten. Als Auszeichnung für ihre herausragenden Leistungen, Ideen, Entdeckungen. Ein Nobelpreis ist zweifellos die höchste formelle Auszeichnung, die es heute gibt. Insbesondere im wissenschaftlichen Bereich gilt der Preis der Preise schon fast als weltlicher Heiligenschein. Doch wie wird frau oder man eigentlich Nobelpreisträger? Es gibt fast so viele Antworten, wie Preisträgerinnen und Preisträger. Mitentscheidend scheint zu sein, in welchem Umfeld sich ein Wissenschaftler bewegt und arbeitet.


Verschiedene Wege führen zum Nobelpreis

Aus Sicht der Zellbiologin Sabine Werner, die lange am Max-Planck-Institut gearbeitet hat, gehören zu einem günstigen Umfeld auch die entsprechenden finanziellen Mittel: ”Eine gute Infrastruktur und ein gutes wissenschaftliches Umfeld sind wichtig. Ich will nicht sagen, dass an kleinen Orten, die nicht so bedeutend sind, nicht auch sehr gute Forschung betrieben werden kann. Aber ein sehr gutes wissenschaftliches Umfeld, wenn weitere Personen am Ort sind, mit denen ein Gedankenaustausch stattfinden kann, dann kommen die Ideen zustande.”
Als weitere Faktoren nennt sie: ”Mehr und mehr sind natürlich auch die Technologien, die zur Verfügung stehen wichtig. Alles ist ja extrem technologisiert, und manches ist auch extrem teuer. Je mehr Facilities an einem Ort angesiedelt sind, um solche Art von Forschung betreiben zu können, desto größer sind die Erfolgsaussichten.” Die 42jährige Zellbiologin Sabine Werner ist wegen ihrer bahnbrechenden Forschung im Bereich Stammzellen unter der Hand auch schon als mögliche künftige Preisträgerin genannt worden.


Genf ist ein Pool von Nobelpreisträgern

Eine Analyse der Nobelpreise über 100 Jahre zeigt ganz deutlich, dass es Zentren von Nobelpreisträgern gibt. Ein solcher Ort ist das Teilchenphysikforschungszentrum CERN in Genf, eines der größten wissenschaftlichen Forschungszentren der Welt überhaupt. Fast 3.000 Physiker aus 80 Staaten sind am CERN beschäftigt. Die Räumlichkeiten dieses Institutes liegen direkt auf der schweizerisch-französischen Grenze und damit auch der scharf bewachten Außengrenze der EU. Das schafft mitunter praktische Probleme, wenn zum Beispiel Forschende aus Afrika in einem unterirdischen Korridor des Zentrums von französischen Zöllnern nach ihrem EU-Einreisevisum gefragt werden.
Das meiste spielt sich bei CERN unter der Erdoberfläche ab. Zum Beispiel auch jene Forschung, die bereits wiederholt mit einem Nobelpreis ausgezeichnet worden ist. In einem 27 Kilometer langen Tunnel werden Elektronen und Positronen aufeinander geschossen - für CERN-Technologie-Direktor Hans Hoffmann geht es dabei um nichts geringeres als die Suche nach den Ursprüngen der Welt: ”Wir sind ein Institut, dessen Hauptthema der Ursprung der Welt ist. Wir fragen, ’wie funktioniert das?’, ’Wie hängt das zusammen?’, ’Wann ist es entstanden?’, ’Wie ist es entstanden?’. Wir sind auf der Suche nach den fundamentalen Zusammenhängen und deswegen gibt es auf unserem Gebiet hoffentlich immer mal wieder Entdeckungen. Das Higgs-Teilchen, zum Beispiel. Also eins steht fest: Wenn dieses Teilchen gefunden wird, und wenn der Mann dann noch lebt, der Professor Higgs in Schottland, dann wird er den Preis kriegen.”


Nobelpreis-Segen basiert oft auf Teamwork

Wenn ein Einzelner einen Nobelpreis erhält, wird dabei oft vergessen, dass vielleicht Tausende von Forschern mit ihrer Arbeit die Entdeckung erst ermöglicht haben. Die Beschränkung auf maximal drei Wissenschafter könnte sich deshalb künftig als ein Handicap für die Nobelpreise erweisen. Aber eine Ausnahme von dieser Regel gibt es bereits: in Oslo verleiht das Norwegische Nobelkomitee den Friedensnobelpreis regelmäßig auch an Organisationen.

Bruno Kaufmann

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