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Bankenchef will unbegrenzte Einwanderung

Publicerat onsdag 4 oktober 2006 kl 13.07
Lars O Grönstedt.

Baut alle Hindernisse für Einwanderung in Schweden ab – dieser Vorschlag kommt nicht etwa von einer Menschrechtsorganisation, sondern aus berufener Quelle des schwedischen Finanzsektors. Der Vorstandvorsitzende von Handelsbanken, Lars Grönstedt hatte es so formuliert. Eine Forderung, die angesichts der Erfolge der fremdenfeindlichen Schwedendemokraten und einer misslungenen Integrationspolitik nicht unbedingt praktikabel erscheint. Gleichzeitig erwägt de EU, afrikanischen Flüchtlingen zeitbegrenzte Arbeitserlaubnisse zu erteilen. Und auch dieser Vorschlag stösst hierzulande auf wenig Begeisterung.

Das Wirtschaftswachstum würde positiv beeinflusst, die Zahl der Schwarzarbeit sinkt, wenn die Einwanderung unbegrenzt möglich gemacht würde. Davon ist Lars Grönstedt von Handelsbanken überzeugt: „Man sollte mal darüber nachdenken, was bisher passiert, wenn Flüchtlinge hierher kommen. Sie sind doch eine ganze Weile damit beschäftigt, eine Aufenthaltsgenehmigung zur erlangen, sie werden in Flüchtlingslagern kaserniert und dürfen nicht arbeiten. Viele arbeiten dann schwarz. Wenn wir stattdessen gleich so viele Hindernisse aufzubauen sie zur Arbeit ermuntern, müsste sich der Staat weniger Gedanken machen.“

Die freie Einwanderung sei für Schweden sowohl wirtschaftlich als auch unter humanistischen Gesichtspunkten ein Gewinn, so Grönstedt. Bedenken, dass viele Einwanderer dann in Niedriglohnjobbs untergebracht würden und kaum Aufstiegschancen hätten weist, Grönstedt von sich: „Ich glaube, dass nur wenige auf immer und ewig Niedriglohnjobs haben, wenn sie bereit sind, sich weiterzubilden. Auch wir haben ja mit solchen Jobs angefangen. Ich habe zum Beispiel in einem Kiosk gearbeitet.“

Grönstedt hat es zum Bankenchef gebracht. Ob das wirklich den Einwanderern gelingen wird, bezweifeln die Experten. Viele Einwanderer mit Universitätsausbildung fahren in Schweden Taxi oder kehren Strassen, anstatt den Berufen nach zu gehen, für die sie ausgebildet wurden.

Schlechter Vorschlag der EU

Auch der Vorschlag der Europäischen Union, Flüchtlingen aus Afrika jeweils eine begrenzte Arbeitserlaubnis zu erteilen, findet hierzulande wenig Anhänger. Salem Suberu ist Sekretär des Afrikanischen Rates in Schweden:„Das ist ein sehr schlechter Vorschlag. Das bringt keine soziale Entwicklung, weder in Afrika noch bei den Afrikanern hier. Es muss eine bessere Lösung gefunden werden, sowohl für das akute Problem als auch langfristig.“

Auf die Schnelle wird das Problem der afrikanischen Bootsflüchtlinge auf den Kanarischen Inseln wohl kaum zu lösen sein. Der Vorschlag von Bankenchef Grönstedt dürfte vielen Wirtschaftsführern gar nicht so fremd sein. Schliesslich droht der schwedischen Wirtschaft in den kommenden Jahren wegen der Pensionierung vieler Mitarbeiter ein Arbeitskräftemangel.

Dieter Weiand

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