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Chemie-Nobelpreis 2006 geht in die USA

Publicerat onsdag 4 oktober 2006 kl 15.41

Wer bisher auch nur annährend daran zweifelte, welches Land die weltweit führende Wissenschaftsnation ist, der braucht sich in diesem Jahr nur die Liste der Nobelpreisträger anzusehen. Bislang sind drei Preise an insgesamt fünf Wissenschaftler vergeben worden - alle sind US-Amerikaner. Ein kleines Novum ist der heute bekannt gegebene Chemie-Preisträger dennoch: Roger Kornberg on der Stanford University School of Medicine in Kalifornien muss sich seinen Preis mit niemandem teilen, er erhält die Nobelauszeichnung ganz allein. Kurz nach der Bekanntgabe erreichte der Schwedische Rundfunk den frischgebackenen Nobelpreisträger am Telefon.

„Ich bin immer noch ganz durcheinander, das Gefühl ist schwer zu beschreiben“, so Kornberg. Und auf die Frage, was ihm als erstes durch den Kopf gegangen sei, antwortet er: „Ich hab an all jene gedacht, die an meiner Forschung Anteil hatten und ohne die ich niemals so weit gekommen wäre. An meine Kollegen, die so hart arbeiten. Und an die Wissenschaftler in der ganzen Welt, die sich mit unserem Forschungsbereich befasst haben und befassen. Dass es im letzten halben Jahrhundert dort so grosse Forschritte gegeben hat, ist ebenso ihr Verdienst.“

Die Genetik – ein heisses Gebiet, und just für seine Forschung über die Erbanlagen hat die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften Roger Kornberg die welthöchste Auszeichnung zuerkannt. Die Begründung: Er habe als erster herausgefunden, wie genau die Information im Erbgut kopiert und an Proteine weitergegeben wird, die ihrerseits Zellen neu bilden. Das genaue Verständnis dieser Übertragung ist von grosser Bedeutung für die Medizin.

“Es gibt eine Reihe von Krankheiten, die mit dem Transkriptionsprozess und mit Abweichungen in diesem Prozess verbunden sind, so zum Beispiel Krebserkrankungen“, sagt Anders Liljas, Professor für molekulare Biophysik an der Universität Lund.

Mit seinen 59 Jahren ist Roger Kornberg im Nobel-Zusammenhang noch relativ jung. Und seine entscheidende Entdeckung liegt im Gegensatz zu vielen anderen prämierten Leistungen auch noch nicht lange, nämlich erst fünf Jahre, zurück. Die neuen elektronischen Möglichkeiten der Mikroskopie hätten den Erfolg erst ermöglicht, erklärten heute schwedische Spezialisten. Kornbergs Dank an die Kollegen in nah und fern hat also durchaus Berechtigung .Dass Kornberg selbst ein ungewöhnlich breites Wissen hat und gern über den Tellerrand eigener Forschungsgebiete hinausblickt, wird ihm von  vielen bescheinigt. Doch der für seine Bescheidenheit bekannte Forscher verliert darüber selbst keine grossen Worte.

Bleibt die Frage, ob es im Stammbaum der Kornbergs ein Nobel-Gen gibt. Vor 47 Jahren, als 12-Jähriger, war der Forscher schon einmal bei einer Nobelpreisverleihung in Stockholm dabei. Damals erhielt sein Vater den Medizin-Preis – ebenfalls für Forschung im Bereich der Genetik.

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