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Wirtschaftsnobelpreis 2006 für Untersuchung von makroökonomischen Gefügen

Publicerat måndag 9 oktober 2006 kl 13.29
Edmund Phelps

Bislang gingen alle Nobelpreise in diesem Jahr an US-Amerikaner – so auch heute (Montag). Den „Preis der Schwedischen Reichsbank zum Gedenken an Alfred Nobel“ erhält Edmund Phelps, teilte das Nobelkomitee in Stockholm mit. Der 73-Jährige erhält die Auszeichnung für seine Analyse von makroökonomischen Zusammenhängen.

Edmund Phelps habe zum Verständnis kurz- und langfristiger Effekte von Wirtschaftspolitik beigetragen, heiss es in der Begründung der Königlichen Akademie der Wissenschaften. Konkret hatte Phelps in seinen Forschungen die Theorie der „erwartungserweiterten Philipskurve“ entwickelt.

Bis in die 1960er Jahre ging die Wirtschaftswissenschaft von einem stabilen Verhältnis zwischen den Faktoren Arbeitslosigkeit und Inflation aus. Demzufolge führt die erfolgreiche Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zur einer Steigerung der Preise. Graphisch liess sich dieses proportionale Verhältnis in einer Kurve, der Philipskurve, darstellen.

Alte Theorie griff zu kurz
Nach Ansicht von Edmund Phelps greift diese Theorie jedoch zu kurz. Zwar ist zu erwarten, dass bei steigenden Löhnen ebenso die Preise steigen. Doch der Umfang dieser Steigerung kann nicht exakt vorhergesagt werden. Vereinfacht ausgedrückt: ein Händler kann seine Waren verteuern, wenn er davon ausgeht, dass seine Kunden die höheren Preise bezahlen können. Da er aber nicht weiss, wie sich die Löhne weiter entwickeln werden, ist seine Preisbemessungsgrundlage in erster Linie geschätzter Natur.

Edmund Phelps baute also in die statische Theorie von Inflation und Beschäftigungsgrad den mehr oder weniger unsicheren Faktor Psychologie ein – die „erwartungserweiterten Philipskurve“. Getreu der Devise: Wirtschaft ist eben zu einem gewissen Anteil irrational. Phelps, der an der Columbia University in New York lehrt, hat in seiner Arbeit stets die Auswirkungen wirtschaftlichen Handelns auf künftige Generationen untersucht. Wohl auch deswegen galt der US-Amerikaner seit längerem als Anwärter auf den Wirtschaftspreis.

Offiziell kein Nobelpreis 
Offiziell handelt es sich dabei um keinen Nobelpreis, da er nicht auf das Testament Alfred Nobels zurückgeht. Aus diesem Grunde wird die Auszeichnung „Preis der Schwedischen Reichsbank zum Andenken an Alfred Nobel“ genannt. Er ist aber wie die übrigen Nobelpreise mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert und wird am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in Stockholm von König Carl. XVI. Gustaf verliehen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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