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Scania reagiert nicht auf VW-Ultimatum

Publicerat tisdag 10 oktober 2006 kl 15.41

Das Machtspiel um eine Allianz der Nutzfahrzeughersteller wird immer intensiver. Den beiden ursprünglich beteiligten Unternehmen - Scania und MAN - hat ein dritter Konzern – Volkswagen – die Daumenschrauben angesetzt. VW-Chef Bernd Pieschetsrieder hat den beiden vier Wochen Verhandlungsspielraum gewährt. Dann werde sein Konzern einschreiten.

Im September machte der Münchner Lkw-Bauer MAN ein Übernahmeangebot an den schwedischen Konkurrenten Scania. Ein Angebot, dass Scania als feindlich einstufte und abwies. Dann schaltete sich der VW-Konzern als Scanias grösster Aktionär ein und erwarb 15 Prozent der Aktien von MAN. Wenn Volkswagen die beiden Unternehmen und damit seinen Aktienbesitz zusammenführt, wird auch Volkswagens brasilianisches Lkw-Geschäft mit einfliessen. Volkswagen hätte einen neuen Lastwagen-Riesen geschaffen.

Verhandlungsfrist
Am Montag stellte VW-Chef Pieschetsrieder ein Ultimatum von vier Wochen: „Zwischen MAN und Scania bestehen bedeutende Synergien. Volkswagen wünscht sich ein Vorgehen, das von keiner der beiden Seiten als feindlich eingestuft wird. Aber Volkswagen ist nicht bereit ein Verhandlungsergebnis zu akzeptieren, bei dem diese potentiellen Synergieeffekte nicht entstehen.“

Das Ziel ist zwar eine einvernehmliche Lösung auf dem Verhandlungswege, aber Pieschetsrieder schliesst also nicht aus, dass Scania am Ende doch von MAN übernommen wird, falls die Verhandlungspartner nicht zum von VW gewünschten Ergebnis kommen sollten. VW besitzt 18,7 Prozent der Scania-Aktien.

Einvernehmliche Fusionsverhandlungen
Medienberichten zufolge ist MAN bereit, sein Angebot an Scania unter bestimmten Bedingungen zurückzuziehen. Aber das reicht trotz des Zeitdrucks offenbar noch nicht. Scanias grösster schwedischer Aktionär, die Finanzholding Investor, schliesst Gespräche über eine Fusion beider Unternehmen aus, solange MAN sein feindliches Übernahmeangebot auf Scania nicht völlig zurückzieht. Allerdings stimmt Investor den Erwägungen von MAN und VW bei, eine Fusion zwischen Scania und MAN habe eine industrielle Logik.

Insgesamt geht es bei dem Deal der Nutzfahrzeughersteller um die Zukunft von über 80 000 Arbeitsplätzen. Es geht um Herstellung und Fabriken, Märkte und Umsätze in Europa, Asien und Lateinamerika. Wie die Verhandlungslösung im Einzelnen aussehen wird, wissen vermutlich zurzeit noch nicht einmal die direkt Beteiligten. Eine Zusammenarbeit der drei Lkw-Hersteller, eine Allianz, mit koordinierter Komponentenherstellung, Service und Verkauf würde Kostenvorteile bringen. Auch die Gründung eines ganz neuen Unternehmens, das völlig andere Modelle produziert, ist nicht ausgeschlossen. Oder Volkswagen macht seine Drohung wahr und es kommt schliesslich zu einer feindlichen Übernahme, entweder übernimmt MAN Scania oder umgekehrt. Der Gewinner jedenfalls scheint in jedem Fall Volkswagen zu sein.

Sybille Neveling

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