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Muhammad Yunus und Grameen Bank teilen sich Friedensnobelpreis 2006

Publicerat fredag 13 oktober 2006 kl 11.07
Bekanntgabe des Friedensnobelpreises 2006
(1:35 min)
Muhammad Yunus

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunus aus Bangladesch und die von ihm gegründete Grameen Bank. Der Präsident des Norwegischen Nobelpreiskomitees, Ole Danbolt Mjös, gab die überraschende Entscheidung heute Vormittag in Oslo bekannt:

„…für ihre Arbeit um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Lande von unten zu generieren. Dauerhafter Frieden kann nur erreicht werden, wenn große Bevölkerungsgruppen Wege finden, um sich aus der Armut zu befreien. Mikrokredite sind ein Mittel dazu”, so die  Begründung des Friedensnobelpreiskomitees.

Soziales Unternehmertum
Damit prämiert die Jury diesmal soziales Unternehmertum. Denn die Grameen Bank vergibt Kleinstkredite an die Bewohner ländlicher Regionen, die zuvor keine Kredite bekommen konnten.

Muhammad Yunus hat Anfang der Siebzigerjahre als Ökonomieprofessor an der Universität von Chittagong begonnen, Kleinstkredite an Arbeitslose zu vergeben. Einige Jahre später gründete er eine eigene Bank. Inzwischen betreut die Grameen Bank über 6,5 Millionen Kunden in Bangladesch. Sie hat Kredite im Wert von über 5,5 Milliarden Dollar vergeben - und sie macht Gewinne.

Darlehen nur für Frauen
Ihr Erfolgsrezept ist, Kredite ausschliesslich an Frauen zu vergeben. Die Erfahrung hatte dem Professor nämlich gezeigt, dass Frauen mit kleinen Summen verantwortungsvoller umgehen und dass sie ohnehin meist die Ernährerinnen ihrer Familien sind. Männer können nur mit dem Einverständnis ihrer Frauen Kredite bei der Grameen Bank aufnehmen. Mit dieser Kundenphilosophie hat die Bank in Bangladesch einen beachtlichen gesellschaftlichen Wandel angestossen. 

Damit hat das Norwegische Nobelpreiskomitee wieder einmal mit seiner Wahl überrascht und seinen diesjährigen Friedenspreis dem Konzept des Right Livelyhood Award, des sogenannten Alternativen Nobelpreis, angenähert.

Die Nobelpreise sind mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. Der Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember, am Todestag des Preisstifters, Alfred Nobel, in Oslo durch den norwegischen König Harald übergeben.

Sybille Neveling

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