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Blix bezeichnet Nordkorea als Pulverfass

Publicerat onsdag 18 oktober 2006 kl 15.20
Hans Blix

In die Debatte um Nordkoreas Atomtest schaltet sich nun auch der Schwede Hans Blix ein. Der ehemalige Chef der UN-Waffeninspektion hält das nordkoreanische Streben nach Massenvernichtungswaffen für höchst gefährlich. Doch harte Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang könnten ebenfalls zu unkalkulierbaren Gegeneffekten führen, warnt Blix.

Nordkorea könnte dem Atomwaffentest vom 9. Oktober schon bald eine weitere Testspregung folgen lassen. Ein Mitarbeiter der US-Geheimdienste, der namentlich nicht genannt werden möchte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die nächste Testzündung könnte „ohne Vorwarnung“ erfolgen. Die Sanktionen, die die Vereinten Nationen gegen Nordkorea verhängt haben, um das Land zur Einstellung seiner Atomwaffentests zu bewegen, hätten damit ihr Ziel verfehlt. Der frühere Chef der internationalen Atomenergiebehörde, Hans Blix, ist ebenfalls skeptisch, ob Sanktionen allein als Strategie ausreichen:

„Im Fall des Iraks hat man immer härtere Forderungen gestellt und dann beschlossen die Amerikaner sich für die Kriegserklärung. Am Ende stellte man fest, dass sie gar keine Bomben hatten. Mit Nordkorea ist die Lage noch schwieriger, denn wir wissen, dass sie Kernwaffen haben. Doch unabhängig davon ist die Fragestellung die gleiche: Soll man das Land zerbomben oder soll man sie mit besseren Aussichten auf die Zukunft locken, damit sie irgendwann wieder ein respektiertes Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft werden?“

Hans Blix vergleicht die Lage Nordkoreas mit jener im Iran. Dort sind die Verhandlungen über das Uran-Programm mit der iranischen Regierung noch keinen entscheidenen Schritt weitergekommen. Jetzt wird über UN-Sanktionen gegen Teheran spekuliert. Doch im Falle Nordkoreas sei zu überlegen, ob neben der Peitsche nicht auch noch das Zuckerbrot zum Einsatz kommen sollte. Das könnten Sicherheitsgarantien sein, die Nordkorea abhalten, weiterhin Atomwaffen zu testen. Hans Blix:

„Wir sehen eine Entwicklung zu mehr Aufrüstung, während wir eigentlich in eine andere Richtung gehen sollten. Und wenn die USA und andere Staaten jetzt sagen ‚wir verurteilen euch für eure Tests’, dann ist das falsch ist in einer Situation, in der sich Staaten wie die USA und China sowie eine Reihe anderer Länder vorbehalten, selber Tests durchzuführen.“

Die Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gegen Nordkorea wegen dessen Atomwaffentests hat der schwedische Aussenminister Carl Bildt begrüsst. Am Mittwoch bestellte sein Staatssekretär Frank Belfrage zudem Nordkoreas Botschafter ein, um diese Haltung noch einmal zu unterstreichen. Schweden forderte Nordkorea zudem auf, sein Kernwaffenprogramm abzuwickeln. Ob diese Aufforderung Gehör findet, ist jedoch fraglich. Zuletzt hatte Nordkorea jedem Land, das die Sanktionen umsetzt, erbarmungslose Gegenmassnahmen angedroht. Die UN-Resolution sieht es als Kriegserklärung an. 

Agnes Bührig

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