Löfvens Ernennung stößt auf positives Echo
Der langjährige Gewerkschafter Stefan Löfven ist am Freitagmittag vom Parteipräsidium der Sozialdemokraten offiziell zum neuen Vorsitzenden ernannt worden. Die Generalsekretärin, Carin Jämtin, begründete die Wahl des Präsidiums damit, dass Löfvens hervorstechende Eigenschaft Deutlichkeit sei und dass er die Kraft habe, die Partei zu einen. In seiner Antrittsrede fand Löfven die richtigen Worte für die durch die jahrelange Talfahrt waidwunden Genossen.
Mehrheit für Fiskalpakt in Sichtweite
Im Reichstag scheint sich nun offenbar doch eine Mehrheit für einen Beitritt Schwedens zum Euro-Fiskalpakt zu finden. Wie das Schwedische Fernsehen am Donnerstagabend berichtet, haben die Sozialdemokraten sich mit der bürgerlichen Minderheitsregierung geeinigt. Voraussetzung sei aber, dass Schweden eine Ausnahme für die Einhaltung der Budgetregeln in dem im Dezember von der EU beschlossenen Pakt zur Stabilisierung des Euro erhalte. In der vergangenen Woche hatte der mittlerweile zurückgetretene Vorsitzende der Sozialdemokraten, Håkan Juholt, einen Beitritt noch kategorisch abgelehnt.
Kampf um die Parteispitze
Am Wochenende entscheiden die Christdemokraten auf einem Sonderparteitag, ob sie weiter an ihrem teilweise umstrittenen Vorsitzenden Göran Hägglund festhalten wollen. Hägglund war wegen sinkender Werte in den Meinungsumfragen und angeblicher Nachgiebigkeit gegenüber den größeren Koalitionspartnern in der bürgerlichen Minderheitsregierung in die Kritik geraten.
Schweden unterzeichnet Acta-Abkommen
Schweden hat am Donnerstag zusammen mit weiteren 21 EU-Mitgliedsländern das umstrittene Acta-Abkommen zur Unterbindung von Raubkopien und Produktpiraterie unterzeichnet. Das internationale Handelsabkommen soll den Schutz geistigen Eigentums sicherstellen. Kritiker fürchten dagegen, dass es die Freiheit im Internet behindern wird. Das Abkommen muss noch von den Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Auch das EU-Parlament wird noch darüber abstimmen.
Schüler gedenken Massenmorden der Nazis
Am Internationalen Holocaustgedenktag finden auch in Schweden Veranstaltungen statt. Eine offizielle Zeremonie wird in Stockholm zu Ehren von Raoul Wallenberg abgehalten. Als Diplomat hatte er tausende ungarische Juden vor den Vernichtungslagern bewahrt. Unter anderem treten der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt als Redner auf. Erinnerungsarbeit findet jedoch nicht nur am heutigen Gedenktag statt, sondern steht auch auf dem Stundenplan schwedischer Schüler. Junge Menschen mit wenig Kontakt zur Generation der Überlebenden sollen nicht vergessen.
Geringe Fertilität senkt Prostatarisiko
Männer mit verringerter Fertilität laufen ein geringeres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken. Dies zeigt nach Angaben des Schwedischen Rundfunks eine vergleichende Studie an der Universität im südschwedischen Lund. Demnach ist die Gefahr an Prostatakrebs zu erkranken bei Männern, die Schwierigkeiten haben Kinder zu zeugen, nur halb so groß. Die Forscher haben dabei auch einen genetischen Zusammenhang entdeckt, der die Behandlung dieser Krebsform in Zukunft erleichtern könnte. Durch die neuen Erkenntnisse wird eine einfachere Diagnose ermöglicht, ob es sich um eine aggressive oder harmlose Form der Krebserkrankung handelt.
Schwacher Export drückt auf Konjunktur
Der schwedische Export hat sich gegen Ende 2011 abgeschwächt und wird in diesem Jahr kaum Zuwächse verzeichnen. Zu diesem Schluss kommt nach Angaben der Nachrichtenagentur TT das staatliche Konjunkturinstitut. Die schwachen Exportzahlen tragen auch zu einer allgemein schlechteren Konjunktur bei. So gehen die Experten für das laufende Jahr von einem Nullwachstum aus. Für die zweite Jahreshälfte bestehe jedoch Hoffnung auf Besserung. Laut Konjunkturbarometer kann deshalb im Jahr 2013 mit einem Wachstum von drei Prozent gerechnet werden.
Segregiertes Stockholm unter Beschuss
Proteste von Anwohnern und eine polizeiliche Anzeige hat ein Vorhaben der Vereinigung „Allt åt alla“ (Alles für alle) in Stockholm ausgelöst. Wie zuvor in Malmö und Göteborg findet nun auch in der Hauptstadt eine Busrundfahrt unter linksorientierten Vorzeichen durch einen der besseren Vororte statt.
Stichling verdrängt Hecht und Barsch
Der Bestand von Stichlingen hat in der Ostsee stark zugenommen. Dies geht laut Angaben des Schwedischen Rundfunks aus Proben der Forschungsanstalt der Landwirtschaftlichen Universität Öregrund hervor. So habe sich der Stichling vor allem zwischen dem Kalmarsund im Süden und der Provinz Västerbotten im Norden stark vermehrt. Gleichzeitig berichten Hobbyfischer von deutlich geringeren Fängen von Hecht und Barsch. Die Forscher gehen daher davon aus, dass sich der Stichling auf Kosten der größeren Räuber vermehrt hat. Was genau dazu geführt hat, ist jedoch unklar, jedoch vermuten die Experten, dass die Überdüngung der Gewässer eine der Ursachen sein könnte.
Krone schwächer
Im internationalen Zahlungsverkehr tendierte die Krone am Freitag schwächer gegenüber dem Euro. Laut Referenzkurs der Europäischen Zentralbank entspricht 1 Euro 8,8966 SEK.
Löfvén soll neuer Parteichef werden
Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe hat sich das Parteipräsidium der Sozialdemokraten für den Vorsitzenden der IG Metall, Stefan Löfvén, als neuen Parteichef entschieden. Auf einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag präsentierte Generalsekretärin Carin Jamtin Stefan Löfvén als Vorschlag des Parteipräsidiums. Löfvén selbst betonte, er sei glücklich und stolz. In einer Pressemeldung äußerte sich der ehemalige Ministerpräsident Ingvar Carlsson positiv: Er kenne Löfvén als gute Führungsperson mit breiter politischer Kompetenz.
Ask will Anti-Korruptionsgesetze verschärfen
Justizministerin Beatrice Ask will die Anti-Korruptionsgesetzgebung verschärfen. Wie das Schwedische Fernsehen berichtet, soll ein neues Gesetz deutlicher und einfacher gestaltet werden, als das bisherige aus dem Jahr 1977. Ask sagte gegenüber dem Sender, das alte Gesetz könne in vielen Situationen nicht angewendet werden. So soll der neue Vorschlag etwa möglich machen, schwedische Unternehmen oder deren Agenten zu bestrafen, die im Zusammenhang mit Auslandsgeschäften Bestechungsgelder zahlen.
Samen protestieren gegen Grubenpläne
Am kommenden Wochenende sind in der Gemeinde Jokkmokk in der Provinz Norbotten Proteste angekündigt. Diese richten sich gegen Pläne des Unternehmens Beowulf Minings, etwa 40 Kilometer westlich Eisenerz abzubauen. Wie die Nachrichtenagentur TT berichtet, soll es auf dem alljährlichen traditionellen Markt von Jokkmokk eine Demonstration geben und Flugblätter in schwedischer und englischer Sprache sollen an die Marktbesucher verteilt werden. Vorrangig die samische Minderheit ist besorgt und fürchtet, dass der Abbau der Umwelt schaden und es zu Problemen in der Rentierhaltung kommen könnte.
Preise für Waldflächen stabil
Die Preise für Waldflächen in Schweden haben im vergangenen Jahr deutlich weniger angezogen als in den vergangenen zehn Jahren. Ein Kubikmeter Wald kostete 2011 im Landesdurchschnitt rund 46 Euro (408 SEK). Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, markiert ein Preisanstieg von durchschnittlich nur rund einem Prozent eine Trendwende. In den vergangenen zehn Jahren waren die Preise um 80 Prozent gestiegen, in den letzten fünf Jahren um 30 Prozent.
Impfung gegen Brustkrebs?
Schwedische und amerikanische Forscher wollen in einem einzigartigen Forschungsprojekt herausfinden, was Brustkrebs verursacht. Inzwischen erkrankt jede neunte Frau daran. In Norrbotten werden gesunden Frauen Proben entnommen, die in den USA untersucht werden. Ziel ist es, herauszufinden, warum Frauen, die Kinder geboren haben, seltener an Brustkrebs erkranken. Wie verändern sich die Gene, und wie kann man Frauen vor einer Erkrankung schützen?