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Ursprungsbevölkerung

1:0 für die Samen

Publicerat onsdag 3 februari 2016 kl 14.41
"Es ist ein großer Sieg"
(2:36 min)
Girjas mot staten: Glädje efter domslutet. Foto: Anne-Ravna Allas/ Sameradion & SVT Sápmi
Freude bei den Samen nach der Urteilsverkündung (Foto: Anne-Ravna Allas/ Sameradion & SVT Sápmi)

Wer hat das Recht, oberhalb der Baumgrenze im nordschwedischen Lappland zu angeln und Kleinwild zu jagen: die samische Urbevölkerung oder der schwedische Staat? Am Amtsgericht Gällivare ist am Mittwoch ein wegweisendes Urteil gesprochen worden.

Der Vorsitzende des Samendorfes Girjas, Matti Berg, ist zu Tränen gerührt, als er als einer der ersten das Urteil in den Händen hält. 

„Ich kann es kaum in Worte fassen. Eine enorme Last ist von mir abgefallen. Für die Mitglieder des Samendorfes Girjas ist die Freude riesengroß, schließlich haben sie acht Jahre für ihre Sache gekämpft. Es ist ein großer Sieg.“ 

„Seit Angedenken“ 

Bei dem Pilotfall ging es um keine geringere Frage, als darum, wer über die Jagdrechte zu entscheiden hat: die Samen per jahrhundertealtem Gewohnheitsrecht oder der Staat, dem Grund und Boden gehören? Die Richter am Amtsgericht befanden nun: die Samen. Der Vorsitzende des Gerichts, Niklas Lind, erklärte im Schwedischen Rundfunk das Urteil. 

„Die Samen befinden sich in diesem Gebiet seit mindestens dem 5. Jahrhundert nach Christus und haben seitdem bis zum heutigen Tag dort gejagt und gefischt. Weil die Rechte der Samen so weit zurückreichen, wiegen sie schwerer als die Besitzübernahme des Gebiets durch den schwedischen Staat im 16. Jahrhundert unter Gustav Vasa.“ 

Das Recht „seit Angedenken“ hatten auch die Samen immer wieder vorgebracht. Der Anwalt, der die Interessen des Staates in diesem Fall vertritt, hatte dagegen stets geltend gemacht, dass die jahrhundertealten Nutzungsrechte der Samen keinerlei Bedeutung hätten. Und, erklärt Jörgen Heikki, Reporter beim Samischen Rundfunk: 

„Der Staat weist die Klage der Samen zurück unter Berufung auf die nur sporadische Nutzung des Gebiets durch die Samen – zumindest bis der Staat einen Anspruch auf das Eigentumsrecht erhob. Die Samen hätten zudem Konkurrenz bei sowohl Jagd als auch Fischerei gehabt, sie seien also nicht alleinige Nutzer gewesen. Der Staat erkennt die Rechte der Samen auf Jagen und Fischen an, doch dass die Samen auch das Verwaltungsrecht haben sollten, sei nicht legitim.“ 

Nur erster Schritt

Auch wenn die Samen das Urteil vom Mittwoch als Erfolg werten, so ist der Fall längst nicht abgeschlossen. Der schwedische Staat wird das Urteil voraussichtlich anfechten. Mit einem Urteil am Oberlandesgericht in Umeå könnte dann frühestens in zwei Jahren gerechnet werden. Je nach Richterspruch wird dieser Präzendenzfall möglicherweise sogar vor dem Obersten Gerichtshof landen.

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