Bildt: Srebrenica wurde nicht geopfert

Die moslemische Enklave Srebrenica wurde nicht für eine Friedenslösung im Balkankrieg geopfert. Dies erklärte der damalige EU-Sonderbeauftragte und jetzige schwedische Außenminister Carl Bildt heute in Stockholm. Bildt widersprach damit gegenteiligen Medienberichten, wonach der US-Sonderbeauftragte Holbrooke die Stadt den Serben als Ausgleich für ein Abkommen angeboten haben soll. Das Massaker an den Bewohnern von Srebrenica durch die Serben sei vielmehr im Nachhinein der Auslöser gewesen, die Forderung nach einer muslimischen Enklave fallen zu lassen, so Bildt. Die Behauptung, die US-Regierung hätte den Serben bei dem Massaker freie Hände gelassen, wies Bildt kategorisch zurück.

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