Rot-Kreuz-Kritik an Asyl-Urteil

Das schwedische Rote Kreuz hat das Urteil des Obersten Migrationsgerichts zur Behandlung von Asylbewerbern aus dem Irak kritisiert. Das Gericht hatte entschieden, solche Personen hätten kein grundsätzliches Recht auf Asyl, denn es gebe im Irak keinen internen bewaffneten Konflikt. Diese Bewertung bezeichnete ein Sprecher des Roten Kreuzes als äußerst merkwürdig. Er sagte, die Deutung stehe in krassem Gegensatz zur Analyse des Internationalen Rot-Kreuz-Komitees. Das habe eindeutig festgestellt, dass es sich bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen im Irak sehr wohl um einen inneren bewaffneten Konflikt handele. Nach schwedischem und europäischem Recht haben Flüchtlinge aus Ländern mit solchen Konflikten Anspruch auf Asyl.  

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