Unruhiges Bagdad

Iraker nach Bagdad zwangsabgeschoben

Die schwedische Polizei hat einen 31-jährigen Iraker nach Bagdad zwangsabgeschoben. Wie die Tageszeitung „Dagens Nyheter“ schreibt, sollte der Mann ursprünglich in seine Heimatstadt im kurdisch kontrollierten Norden des Landes ausgewiesen werden. Die dortige Verwaltung lehnt jedoch gegenwärtig die Aufnahme abgeschobener Bürger ab. Schweden vertritt derzeit die Haltung, keine irakischen Flüchtlinge in den südlichen und mittleren Teil des Iraks auszuweisen. Menschenrechtsorganisationen warfen deshalb der schwedischen Einwanderungsbehörde eklatante Mängel bei der nun vollzogenen Abschiebung vor. Gleichzeitig liegt ein Beschluss vor, dass in absehbarer Zeit weitere 1.500 Iraker in den Norden des Landes abgeschoben werden sollen.

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