Sexualstrafrecht ohne Durchschlagskraft

Die Verschärfung des Sexualstrafrechts hat entgegen den Erwartungen nicht zu mehr Verurteilungen geführt. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie des Rates zur Verbrechensbekämpfung (BRÅ). Im Jahr 2004 seien insgesamt 2.500 Vergewaltigungen angezeigt worden, im vergangenen Jahr waren es bereits 4.000. Dennoch sei die Zahl der Verurteilungen nicht im gleichen Takt gestiegen, heißt es in der Untersuchung. Nach Ansicht der Studienleiter hat dies mit den konservativen Ansichten der Richter zu tun. Seit der Verschärfung des Sexualstrafrechts gilt zum Beispiel auch Geschlechtsverkehr mit stark Alkoholisierten als Vergewaltigung. Dies soll vor allem Frauen vor Übergriffen von Männern schützen.

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