Willy-Brandt-Statue in Stockholmer Vorort

In dem ruhigen südlichen Vorort Stockholms Hammarbyhöjden gibt es seit heute einen Willy-Brandt-Park mit Willy-Brandt-Statue.

1933 war Willy Brandt nach Norwegen emigriert, nach der Okkupation Norwegens floh er 1940 nach Schweden und lebte hier bis zum Kriegsende eben in dem Stockholmer Stadtteil Hammarbyhöjden als Korrespondent für verschiedene skandinavische Zeitungen.

Jetzt ehrt ihn die Stadt Stockholm mit einem Park und einer Statue. Sie ist eine, wenn auch bedeutend kleinere Kopie der Skulptur des Künstlers Rainer Fetting im Willy-Brandt-Haus in Berlin.

Nach der feierlichen Einweihung begleitet von einer schwedischen Interpretation eines Brecht-Gedichts hielt auch Schwedens ehemaliger Ministerpräsident Ingvar Carlsson eine Ansprache. Carlsson war Ministerpräsident zwischen 1986 und 1991 und ein weiteres Mal von 1994 bis 1996, und damit Vorgänger Göran Perssons. Carlsson und Brandt kannten sich gut und arbeiteten auch eng zusammen. Rund 200 Gäste waren zur Einweihung des Willy-Brandt-Parks gekommen, eine gewisse Überraschung für Ingvar Carlsson.