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Grossreinemachen wird billiger

Steuervergünstigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen – so lautet die Formulierung der Behörden für eine Maßnahme, die noch mehr Sauberkeit in die schwedischen Heime bringen soll.

Schweden genießt den Ruf, ein blitzsauberes Land zu sein. Deshalb finden es die Bürger blitzgescheit von der Regierung, dass sie vom ersten Juli an die Hälfte der Kosten für die Beschäftigung von Reinigungskräften von der Steuerschuld abzieht. Beispiel: Der Stundenlohn für Fensterputzen beträgt umgerechnet 30 Euro. Weil die Hälfte von der Einkommenssteuer abgezogen werden darf, bleiben 15 Euro Kosten übrig. Von dieser Möglichkeit kann man bis zu umgerechnet rund 6 000 Euro pro Jahr Gebrauch machen.

Maria Holmberg ist Chefin eines Reinigungsunternehmens im nordschwedischen Umeå. Sie beschreibt die Reaktion auf die neue Regelung:

„Wir beobachten eine stark steigende Nachfrage nach solchen Dienstleistungen, und das gibt uns die Möglichkeit, mehr Leute einzustellen.“

Zu den von der Regierung begünstigten haushaltsnahen Diensten zählen außer Hausputz auch andere Tätigkeiten. Klein-Unternehmerin Åsa Andersson schildert, was sie außerdem anzubieten hat:

„Zwar brauchen die Leute vor allem Hilfe beim Saubermachen, aber danach kommt gleich die Beaufsichtigung von Kindern – eine sehr begehrte Dienstleistung. Die Kleinen müssen vom Kindergarten oder der Vorschule abgeholt werden und brauchen vielleicht Hilfe bei den Hausaufgaben. Außerdem versorgen wir sie mit Essen und Trinken, bis die Familie nach Hause kommt.“

Unter haushaltsnahe Dienstleistungen fallen laut steuerlicher Verordnung auch Wäsche waschen, Rasenmähen und Schneebeseitigung.

Inger Jonasdotter vom Verband der Dienstleistungsunternehmen, Almega, findet die neue Regelung auch aus einem anderen Grund erfreulich:

„Wir wollen den schwarzen Markt in diesem Bereich zurückdrängen. Denn die Dienstleistungen wurden ja auch schon bisher erbracht, allerdings vor allem durch Schwarzarbeit, und das wollen wir ändern.“

In der Tat schätzen die Behörden, dass die nicht-versteuerten Umsätze aus haushaltsnahen Dienstleistungen jährlich umgerechnet 300 Millionen Euro übersteigen. Als Schwarzarbeiter sind billige Arbeitskräfte aus dem ehemaligen Ostblock, aber auch aus Asien im Einsatz. Es ist also nicht nur Nächstenliebe der Behörden, wenn sie die legale Beschäftigung von Reinigungskräften attraktiver machen. Immerhin landen damit künftig in der Staatskasse Millionen, die dem Fiskus bisher entgangen sind. Und die Bürger können guten Gewissens aus ihren frisch geputzten Fenstern schauen – ganz nach dem Motto: Immer schön sauber bleiben.

Klaus Heilbronner

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