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Computer warnt vor Spielsucht

Publicerat fredag 29 juni 2007 kl 13.01

Die EU-Kommission hat Schweden dafür gerügt, dass der Staat das Monopol auf die Veranstaltung von Glücksspielen hat. Das staatliche Glücksspielunternehmen will nun zeigen, dass es sich seiner Verantwortung für die Glück suchenden Menschen bewusst ist. Von sofort an soll ein Computerprogramm mit der Bezeichnung „Spielkontrolle“ allzu eifrige Spieler vor der Gefahr des Süchtigwerdens warnen.

Glücksspiel ist eine Geschäftsart, bei der der Spieler am Ende verliert – sonst gäbe es wohl kein Las Vegas. Viele Spieler wollen das nicht glauben und hören erst auf, wenn der letzte Schein oder auch die letzte Münze dahin ist.

In Schweden ist das nicht anders als in der übrigen Welt – Spielhölle ist überall. Anders ist in Schweden lediglich, dass allein der Staat das Recht hat, Glücksspiel geschäftlich zu betreiben oder betreiben zu lassen. Das passt gut zu der staatlichen Monopolstellung beim Alkoholverkauf. An Lastern verdient es sich eben besonders gut. Und hier gibt es eine Parallele: Zwar verkaufen die staatlichen Schnapsläden täglich Hochprozentiges in Mengen, mit denen man Schwimmbäder füllen könnte, aber gleichzeitig wird vor den Gefahren von Alkoholmissbrauch gewarnt.

Ähnliches geschieht nun auch in der seichten Glücksspielszene: Die Monopolgesellschaft „Schwedische Spiele“ hat ein Computerprogramm gestartet, das die Gewohnheiten von PC-Glücksrittern analysiert und im Falle auftretender Sucht-Symptome Alarm gibt.

Jesper Kärrbrink, der Direktor von „Svenska Spel“ erläutert die Grundzüge des Programms:

„Das ist ein System, das ganz einfach ein ungesundes Spielverhalten entdeckt. Man wird zunächst in die Kategorien grün für ungefährlich, orange für gefährdet, und rot für Problemspieler eingeordnet. Gleichzeitig beobachtet ein Algorithmus problematisches Spielverhalten und weist auf die Gefahr hin, dass sich daraus innerhalb von drei Monaten ungesundes Verhalten entwickeln kann.“

Andreas Holmström, Chef der verantwortlichen Programmfirma, erklärt die Grundlagen der Software mit hoch-wissenschaftlichen Argumenten:

„In diesem Fall haben wir sehr viel mit sogenannter genetischer Programmierung gearbeitet. Das bedeutet, dass man Darwins Evolutionslehre zur Erstellung von Theorien durch den Computer einsetzt. Am Schluss erhält man eine sehr, sehr treffsichere Lösung.“

Das klingt doch beeindruckend. Und was hat die praktisch Anwendung des Programms erbracht? Andreas Holmström:

„Wir haben uns bekannte Problemspieler angeschaut. Wir haben geprüft, wie es um sie stand, bevor sie ihre Probleme bekamen. Dann verglichen wir sie mit anderen Spielern ohne Probleme. Dabei stellten wir recht kleine Unterschiede fest.“

Also alles halb so schlimm? Jesper Kärrbrink meint, das Problem so auf den Punkt zu bringen:

„Spiel ist ungefährlich, bis es gefährlich wird.“

Bingo!

Klaus Heilbronner

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