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Immer mehr Schweden arbeiten in Dänemark

Publicerat onsdag 4 juli 2007 kl 16.48
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Für immer mehr Südschweden führt der Weg zur Arbeit über die Öresundbrücke
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Auch in schwedischen Datenbanken finden sich Jobs in Kopenhagen

In diesem Jahr haben schon 3.300 Schweden eine Arbeit in Kopenhagen gefunden. Das sind dreimal so viele wie im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Allein im vergangenen Monat haben mehr als 800 Schweden einen Job in Dänemark gefunden. Das sind schon viele – aber es könnten noch mehr sein – sagt das wirtschaftsnahe Öresund-Institut.

Der Bedarf an schwedischen Arbeitskräften in Dänemark ist groß. So groß, dass noch mehr Schweden in Kopenhagen gebraucht werden, als mittlerweile sowieso schon dort arbeiten. Aber, sagt Anders Olshov vom Öresundinstitut, das schwedische Arbeitsamt tut nicht genug um diese Jobs auch zu vermitteln. Ihm zufolge sind es derzeit nur die Arbeitsämter im südschwedischen Schonen, die Jobs in Dänemark vermitteln: „Der Bedarf ist sehr groß. Hauptsächlich sind es aber nur die Leute in Schonen, die darüber Bescheid wissen. Natürlich spielt da auch die Nähe zu Dänemark eine Rolle. Aber es ist auch so, dass die Zentrale des schwedischen Arbeitsamts gar nicht die Möglichkeit hat über die Arbeitsmarktsituation zu informieren, beziehungsweise gar nicht über die Möglichkeiten Bescheid weiß.“

Die Einweihung der Öresundbrücke vor 7 Jahren hat das Pendeln zwischen Dänemark und Schweden leichter gemacht. Die Region um Malmö boomt, seitdem man einfach mit dem Auto oder mit der S-Bahn nach Dänemark fahren kann. Etliche Dänen sind nach Schweden gezogen, weil die Immobilienpreise dort niedriger sind und Schätzungen zufolgen pendeln täglich mehr als 10-Tausend Schweden zum arbeiten nach Dänemark. In diesem Jahr sind jetzt noch mal 3.300 Arbeitnehmer dazugekommen. Anders Olshov vom Öresundinstitut rechnet damit, dass sich der Trend fortsetzt und dass in der zweiten Jahreshälfte noch mal so viele Schweden Arbeit in Dänemark finden: ”Gerade viele junge Menschen ohne Ausbildung und Menschen, die nicht aus Europa kommen, bekommen ihren ersten Job in Kopenhagen.” Aber es sind nicht nur die Schweden ohne Ausbildung, die in Dänemark gebraucht werden. Laut Öresundinstitut sind in Kopenhagen Menschen aller Berufsgruppen gefragt. Ganz besonders aber im Dienstleistungssektor: Verkäufer, Köche, Fahrer, Lagerarbeiter und Wirtschaftsleute. Die meisten Menschen werden aber im Pflegebereich gesucht.

Das Arbeitsamt wehrt sich gegen die Vorwürfe
Dass der Bedarf groß ist, weiß man auch beim Arbeitsamt in Schweden. Den Vorwurf aber, die Arbeitsagenturen würden nicht genug unternehmen um Schweden nach Dänemark zu vermitteln, will man sich hier nicht gefallen lassen. Claes Göran Lock, Chef Arbeitsvermittlung, glaubt, dass das Arbeitsamt gut über die Jobsituation in der dänischen Hauptstadt informiert – und das nicht nur in Schonen: „Ich denke schon, dass wir das gut machen. Es gibt auch ein besonderes Projekt, zusammen mit den dänischen Kollegen. Hierbei werden freie Arbeitsplätze in Dänemark auch in der schwedischen Jobdatenbank veröffentlicht. Diese Datenbank ist über das Internet zugänglich, an die Informationen kann man also auf der ganzen Welt kommen. Ich glaube nicht, dass wir noch besser informieren können, als wir es ohnehin schon tun. In Malmö zum Beispiel haben wir ein spezielles Büro, das darauf spezialisiert ist Plätze in Dänemark zu vermitteln. Wir geben uns schon sehr viel Mühe in diesem Bereich.“

Benjamin Eyssel

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