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Bau-Riesen wegen Kartellbildung verurteilt

Publicerat tisdag 10 juli 2007 kl 16.04
War Anlass zum Mauscheln: Asfaltierung

Das Amtsgericht Stockholm verkündete an diesem Dienstag ein mit Spannung erwartetes Urteil. Nach dem bisher gröβten schwedischen Kartellbildungs-Prozess muss eine Reihe namhafter Baufirmen nun Strafen in Millionenhöhe zahlen.

Sechshundert Seiten umfasst die Urteilsschrift, über vierzig Verhandlungstage veranschlagte das Gericht im Laufe des Frühjahrs für den Fall, der seit nunmehr sechs Jahren in der schwedischen Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit sorgt. Damals bekam das Kartellamt die ersten Tipps, wonach sich die Bauriesen untereinander absprachen, um bei der Auftragsvergabe für Asphaltierungen die Preise in stattlicher Höhe zu halten.

An diesem Dienstag nun das Urteil: Das Bauunternehmen Skanska muss umgerechnet an die 17 Millionen Euro Strafe zahlen, NCC ist mit 15 Millionen, Peab Sverige mit fünf Millionen Euro dabei. Alles andere als ein Pappenstiel jeweils, aber doch deutlich weniger als vom Kartellamt gefordert. Beim Staatlichen Amt für Straβenbau, das über eine Tochterfirma im Kartellreigen mitgewirkt hatte, ist man denn auch vergleichsweise gefasst:

“Eigentlich hatte ich ja gehofft, wir müssten überhaupt nichts bezahlen, aber 5 Millionen sind immerhin besser als 12,8 Millionen“, sagt der Chefjurist des Amtes Bo Andersson.
Insgesamt hatte das Kartellamt auf einen Betrag von rund 133 Millionen Euro geklagt, nun belaufen sich die Strafgelder auf 50 Millionen Euro. Das Gericht hatte es zwar als erwiesen angesehen, dass die Unternehmen bei Bauvorhaben in Südschweden mehrere Jahre lang sozusagen unter einer Asphalt-Decke gesteckt hatten. Für Preisabsprachen bei Projekten in West- und Mittelschweden fanden die Richter aber keine hinreichenden Belege. Daher die deutlichen Straf-Rabatte.

Beim Kartellamt will man den Ausgang des Mammut-Prozesses nun aber keinesfalls als Misserfolg werten. Man sei im Gegenteil sehr zufrieden, so Kartellamtschef Claes Norgren. Nach schwedischem Maβ seien die Geldstrafen durchaus hoch, und das Urteil vermittele ein klares Signal an jene Unternehmen, die versuchten, sich auf Kosten von Kunden, Steuerzahlern und Verbrauchern zu bereichern.

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