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Warenkorb-Vergleich: Südwestschweden ist am billigsten

Publicerat måndag 16 juli 2007 kl 18.11
Am teuersten ist der Warenkorb in Sörmland.

Lebensmittel einkaufen in Schweden – darauf verzichten viele Touristen noch immer gern und nehmen sich die wichtigsten Waren lieber aus der Heimat mit. Nicht, weil ihnen die Lebensmittel hier nicht schmecken, sondern weil sie vergleichsweise teuer sind. Dabei hat der Einzug von Billigdiscountern auch hierzulande die Preise deutlich gedrückt. Trotzdem liegen die Lebensmittelpreise immer noch 20 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Wie jetzt eine Untersuchung zeigt, unterscheiden sich die Preise aber auch von Region zu Region deutlich. Wo lässt es sich am billigsten einkaufen und wo ist der Warenkorb am teuersten?

Einen Einkaufswagen gefüllt mit 60 Waren – den bekommt man im südschwedischen Halland am günstigsten. Nur Standardpreise, keine Sonderangebote, trotzdem kostet der Einkauf nur 1481 Kronen, das sind knapp 160 Euro. Ganz anders sieht das schon in Sörmland südlich von Stockholm aus. In der teuersten Region Schwedens kostet exakt derselbe Einkaufswagen umgerechnet zehn Euro mehr. Das hat einen einfachen Grund, erklärt Björn Lund, Kaufmann in einem ganz gewöhnlichen Supermarkt auf dem Land in Halland.

„Die Billigketten haben sich ja zuerst in Südwestschweden etabliert. Über mehrere Jahre hinweg hat sich gezeigt, dass Westschweden am billigsten ist, und bedeutend billiger als Stockholm.“

Das stimmt nur teilweise. Wie die Untersuchung der unabhängigen Organisation der Pensionäre, PRO, auch zeigt, kommt es auch noch ganz darauf an, in welchen Supermarkt man geht. Auch in Stockholm gibt es Discounter, gegen die kein anderer Laden ankommt. Kennt man nur die richtige Adresse, lässt sich auch in der Hauptstadt günstig einkaufen – sogar 27 Euro unter dem Landesdurchschnitt.

Doch Björn Lunds Kunden in Halland haben keinen Grund zu klagen.

„Wenn ich hier einkaufe, bin ich mit den Preisen zufrieden“, sagt Rentnerin Mari-Louise Magnusson. „Hier ist es gut und günstig.“

540 Euro haben oder nicht haben

Nun lässt sich einwenden, dass hundert Kronen hier und ein paar Öre dort, den Kohl auch nicht fett machen. Doch aufs Jahr verteilt, machen sich die regionalen Preisunterschiede durchaus bemerkbar. Wer ein Jahr lang in Halland einkauft statt in Sörmland, bei dem läppern sich die Miniersparnisse pro Produkt auf 5000 Kronen im Jahr, das sind immerhin fast 540 Euro.

Insgesamt zeigt sich: Tiefstpreise in einzelnen Supermarktketten zwingen letztlich auch die anderen Lebensmittelgeschäfte in die Knie. Als etwa die Billigdiscounter Lidl und Netto 2004 den Stockholmer Markt eroberten, sanken die Lebensmittelpreise in der Hauptstadt um acht Prozent. Lidl hat den dänischen Netto in Stockholm inzwischen geschluckt und will auch in Nordschweden weiter expandieren. Keiner der 120 Märkte ist dabei bislang über Östersund hinausgekommen. Doch Olle Forsgren, Stadtarchitekt in Umeå, bereitet sich schon auf die Ankunft Lidls vor.

„Nun sammeln wir erstmal alle Meinungen der betroffenen Behörden und dann gehen wir mit einer Ausstellung des Entwurfs an die Öffentlichkeit. Einen Bauplan gibt es frühestens im Herbst, vermutlich erst im Oktober.“

Böse Branchenkollegen, zufriedene Kunden

Dann müssen sich die etablierten Märkte in fester Hand von Axfood, Ica und Koop auch in Nordschweden auf immer mehr billige Konkurrenz einstellen. Dass die Gewinne der Alteingesessenen derzeit zu saftig sind, bestreitet Dag Klackenberg, Direktor des Branchenverbandes „Svensk Handel“.

„Die wachsende Konkurrenz führt zu Rationalisierungen. Nur so lassen sich Kosten senken.“

Insbesondere Lidl gilt in Schweden - so wie andernorts auch - als reines Halsabschneider-Unternehmen. Berichte über Knebelverträge und arbeitnehmerunfreundliche Arbeitsbedingungen haben hier schon früher für Entrüstung gesorgt. Allerdings vornehmlich branchenintern und bei der Gewerkschaft. Die Kunden jedenfalls sehen dem Preiskampf mit entspannten Gesichtern entgegen. Denn im Zweifel möchte wohl jeder so günstig einkaufen wie die Halländer und 540 Euro mehr pro Jahr in der Tasche haben.

Liv Heidbüchel

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