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Mehr HIV-Infizierte - weniger Geld für Aufklärung

In Afrika und Asien raffen HIV und AIDS Millionen Menschen dahin, aber auch Europa ist vor der modernen Geißel nicht sicher. Gab es in Schweden im vergangenen Jahr noch 200 neue Ansteckungsfälle, so sind die Zahlen allein in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits drastisch gestiegen. Deshalb werden Forderungen nach entschlossenem Handeln lauter – vergeblich, wie es scheint.

Das HIV-Virus ist wieder auf dem Vormarsch. In Schweden wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres der stärkste Anstieg von Infektionen mit dem AIDS auslösenden Erreger seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren registriert. Eigentlich Grund zur Sorge und Anlass zu verstärkter Aufklärung. Aber die verantwortlichen Politiker haben auf die erschreckende Entwicklung bisher nicht reagiert. Die staatlichen Mittel für Aufklärung und Prävention wurden jahrelang nicht erhöht, auch in diesem Jahr nicht. Maria Andersson vom Verband für sexuelle Aufklärung sieht dringenden Nachholbedarf:

„Die Zahlungen sind unverändert, und wir finden, dass das nicht Jahr für Jahr so bleiben darf, sondern dass sie angeglichen werden müssen.“

Die Sozialbehörden haben für landesweite Maßnahmen zur HIV-Verhütung erneut umgerechnet knapp sieben Millionen Euro bewilligt. Diese Summe wird nach übereinstimmender Ansicht der an der Aufklärungsarbeit beteiligten Organisationen der bedrohlichen Entwicklung nicht gerecht.

Viveka Urwitz ist Chefin der für HIV-Bekämpfung zuständigen Abteilung bei der Sozialbehörde. Auch sie muss feststellen, dass der Umfang der bewilligten Mittel ungeachtet der Inflationsrate schon lange stagniert:

„Da hat sich zehn Jahre lang oder sogar noch länger nichts geändert. Das bedeutet, dass man weniger Geld zur Verfügung hat. Bei der Verteilung der Mittel muss man dann die Prioritäten strenger setzen.“

Die Auswirkungen der Geldknappheit sind denn auch deutlich spürbar:

Farhad Khagani ist Projektleiter bei der Arche Noah, einer Einrichtung zur Betreuung von HIV-Infizierten in Växjö in Småland. Er findet es bedauerlich, dass die Regierung nicht auf die wieder wachsende HIV-Bedrohung reagiert:

„Es wird mit jedem Jahr schwerer. Wir wollen gern arbeiten, aber wir haben nicht die Mittel, die wir brauchen. Und wenn mich die HIV-Infizierten fragen, warum wir nicht so weitermachen können wie in früheren Jahren, dann weiß ich keine Antwort.“

 Klaus Heilbronner

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