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Kaum junges Personal bei den Kommunen

Publicerat måndag 23 juli 2007 kl 14.07

Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt ein Problem auf dem schwedischen Arbeitsmarkt. Selbst der größte Arbeitgeber des Landes, die Kommunen, stellt nur wenig junges Personal an. Dabei hat die Regierung bereits zum 01. Juli die Sozialabgaben für diejenigen Arbeitgeber gesenkt, die junge Leute einstellen. Stattdessen schlagen sich die meisten 18- bis 25-Jährigen mit Zeitverträgen durch.

Die 23-Jährige Kim Lundgren blickt mit gemischten Gefühlen auf ihre einjährige Mitarbeit im Altersheim von Stockholm-Haninge zurück. Einerseits hat ihr der Job Spaß gemacht und zu praktischen Berufseinsichten verholfen. Eine Perspektive hat Kim Lundgren hier dennoch nicht: „Die Chance ist nicht gerade groß, dass ich bleiben kann. Aber hoffen kann man ja. Zumindest kann ich mir dieses Vertretungsjahr in den Lebenslauf schreiben.“

Dabei hätte die Vertretungsstelle den Einstieg ins geordnete Berufsleben bedeuten können. Jedes Jahr arbeiten mehr als 60.000 18- bis 25-Jährige aushilfsweise im öffentlichen Dienst. Doch bei den Festangestellten überwiegen deutlich die Altersgruppen darüber. Von den annähernd 50.000 unbefristet Angestellten in der Kommune Stockholm beispielsweise zählen gerade einmal 700 zur jungen Altersgruppe – ein Problem, das nahezu sämtliche Berufsgruppen in Schweden betrifft. Die Jugendarbeitslosigkeit im Land gehört zu den höchsten aller alten EU-Länder.

Reform läuft ins Leere 

Um die Arbeitgeber zu mehr Anstellungen junger Leute zu bewegen, hatte die Regierung zum 01. Juli den Arbeitgeberanteil bei den Sozialabgaben für diese Altergruppe um die Hälfte gesenkt. Mit gutem Beispiel voran sollten die Kommunen gehen. Jedoch läuft die Arbeitsmarktreform hier ins Leere, erklärt Ann Kristin Forslund von der Personalverwaltung der Kommune Göteborg: „Für uns hat das nur geringfügige Bedeutung. Wir suchen ständig nach Personal in den Bereichen Bildung und Pflege. Spezielle Anreize zum Einstellen von Personen benötigen wir also nicht. Und Akademiker sind ohnehin schon 24/25 Jahre alt, wenn wir sie einstellen.“

Zudem, meint Forslund, bringt die Reform den Arbeitgebern nicht die von der Regierung in Aussicht gestellten Einsparungen bei den Sozialabgaben. Laut Schwedens Kommunen müssten die Lohnnebenkosten bei jungen Angestellten um umgerechnet insgesamt 80 Millionen Euro sinken. Die Regierung hatte mehr als doppelt soviel versprochen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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