Unterschiedliche Risiken.

Risiko für Entbindungskomplikationen höher für eingewanderte Frauen

Das Risiko einer schwierigen Entbindung mit Folgeschäden ist für eingewanderte Frauen in schwedischen Krankenhäusern größer als für Schwedinnen. Das belegt eine neue Studie.

Frauen aus Afrika oder Lateinamerika laufen 50 Prozent mehr Gefahr, in schwedischen Krankenhäusern schwierige Entbindungen zu erleben oder Schäden davonzutragen. Bei Asiatinnen liegt das Risiko um 30 Prozent höher als für schwedische Frauen. Das sagt Eva Robertsson, die die Studie am Karolinischen Institut geleitet hat: „Dahinter steht wahrscheinlich eine Kombination von Gründen. Einerseits Ängste, die mit Herkunft und Erfahrungen der Frauen in ihrer Heimat zu tun haben. Andererseits spielt aber die Tatsache, dass wir im Gesundheitswesen die besondere Situation dieser Frauen nicht genügend berücksichtigen, eine wichtige Rolle.“

Mehr Kontakt nutzt nichts
Während Schwedinnen ein enger Kontakt mit dem Gesundheitswesen hilft, Ängste vor der Entbindung und damit einen Teil der Risiken abzubauen, bringen häufige Besuche bei der Hebamme eingewanderten Frauen wenig. Das Risiko für Entbindungsschäden bleibt bestehen. Der Grund sind Kommunikationsprobleme. Die Frauen können ihre Ängste und Probleme in der fremden Sprache und Kultur nicht ausdrücken und erhalten daher nicht die Hilfe und Unterstützung, die sie brauchen, meint Tarja Rendler, Hebamme und Leiterin eines Frauengesundheitszentrums in Sollentuna: „In den Fällen, in denen die Frauen auf Personal treffen, das die eigene Sprache spricht und vielleicht sogar noch aus derselben Kulturtradition stammt, funktionieren die Entbindungen wunderbar.“

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