Bombardier kritisiert SAS-Beschluss zu Dash-Flugzeugen

Die Folgen der Havarie eines SAS-Flugzeuges auf dem Flughafen Kastrup in Kopenhagen sind auch heute in ganz Skandinavien spürbar gewesen. 50 SAS-Flüge wurden abgesagt, 14 davon in Schweden. Etliche andere hatten Verspätung, weil sie Zwischenlandungen einlegen mussten, um umgebuchte Passagiere aufzunehmen. Immerhin sind die Experten bei der Ermittlung der Unglücksursache inzwischen einen Schritt weiter.

Fest steht offenbar, dass das Unglück am Samstag in Kopenhagen nicht die gleiche Ursache hatte wie die zwei vorherigen Zwischenfälle mit Dash-Maschinen. Zwar soll erneut ein Fahrwerksfehler für die Havarie verantwortlich sein. Diesmal steckt dahinter jedoch vermutlich ein Hydraulikschaden, so die Experten.

Im Streit um die Zukunft der ausgemusterten 27 Dash-Maschinen regt sich unterdessen Kritik von Seiten des Flugzeugbauers Bombardier. Die Kanadier haben kein Verständnis dafür, dass SAS die Flugzeuge aus dem Verkehr zieht, bevor die Unglücksursache tatsächlich feststeht. Dass Bombardier die 27 Dash-Flugzeuge zurückkaufen könnte, wie sich SAS dies wünscht, ist nach Aussage von Bombardier-Sprecher Bert Cruickshank eher unwahrscheinlich.

„SAS hat beschlossen, nicht mehr mit den Maschinen zu fliegen. Was sie nun damit machen, das ist ihre Sache.”

Die SAS-Forderung nach umgerechnet etwa 55 Millionen Euro Schadensersatz wollte der Bombardier-Sprecher nicht kommentieren.

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