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Langer Weg bis zu einer giftfreien Umwelt

In einigen Wochen wird der schwedische Umweltrat seinen Bericht darüber vorlegen, ob das Land die 16 angestrebten Umweltziele erreicht oder nicht.  Bereits jetzt steht fest, dass Schweden allein im Bereich „giftfreie Umwelt“ sogar viele der Teilziele verfehlt. 

Die heruntergezogenen Mundwinkel des Umweltmännchens zeigen es an: Mehrere Teilziele sind bis jetzt nicht erreicht. Unter anderem in den Bereichen „Kenntnisse über Chemikalien“, „Abwicklung der gefährlichsten Stoffe“, „Sanierung verunreinigter Gegenden“ hat Schweden es nicht geschafft, bis zum vorgesehenen Termin seinen Beitrag zu einer giftfreien Umwelt zu leisten. Deshalb schlägt die staatliche Chemikalieninspektion jetzt vor, den Termin für die Erreichung der Teilziele noch weiter zu verschieben. Generaldirektorin Ethel Forsberg:  „Wir sehen, dass wir die Anforderungen nicht termingerecht erfüllen können und möchten deshalb gerne einen Aufschub um einige Jahre erwirken. Es ist aber notwendig, dass wir nicht auch den Endtermin immer weiter herausschieben, sondern dass wir unsere Bemühungen steigern, um diese wichtigen Ziele erreichen zu können.“

Giftige Bootslacke und Schädlingsbekämpfungsmittel trotz bekannter Risiken immer noch zugelassen
Innerhalb einer Generation will Schweden erreicht haben, dass Mensch und Umwelt keinen Schaden mehr an den Chemikalien nehmen, die in Gebrauch sind. Gefährliche Stoffe aus dem Verkehr zu ziehen, ist aber nicht immer ganz einfach. Dies zeigt sich am Beispiel von giftigen Bootslacken und Schädlingsbekämpfungsmitteln, zu denen es immer noch keine gleichwertige umweltfreundliche Alternative gibt. Obwohl die Folgen der schädlichen Stoffe seit mehr als 20 Jahren bekannt seien, sagt Ethel Forsberg, befänden sie sich immer noch auf dem Markt: „Ich möchte die Präparate eigentlich nicht mehr zulassen. Aber auf der Grundlage der Regeln, nach denen wir uns heute richten müssen, haben wir keine andere Wahl. Wir sind dabei, innerhalb der Europäischen Union ein neues Regelwerk zu verhandeln. Ich hoffe, dass dies dazu führen wird, dass wir die Anwendung dieser Mittel in Zukunft verhindern können.“

Die Chemikalieninspektion schlägt vor, ein Institut für den nachhaltigen Umgang mit Chemikalien und so genannte grüne Chemie einzurichten. In Schweden sind heute 72 000 chemische Produkte im Umlauf, die 13 000 verschiedene chemische Stoffe enthalten. Gute Kenntnisse habe man nur über knapp 1000 von ihnen, sagt Ethel Forsberg: „Wir wissen nur sehr wenig über die Risiken dieser Stoffe für uns Menschen, unsere Gesundheit und unsere Umwelt. Die Arbeit in Richtung auf eine giftfreie Umwelt muss weitergehen. Dieses Ziel soll innerhalb von 20 Jahren erreicht werden, und da reicht es einfach nicht aus, in dem bisherigen langsamen Tempo weiterzumachen.“

Clarissa Blomqvist

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