Bodström will Olympia-Teilboykott

Der frühere Justizminister Thomas Bodström fordert, dass die schwedische Olympia-Mannschaft nicht an den Feiern zur Einweihung der Sommerspiele in China teilnimmt. In einem Fernseh-Interview sagte der sozialdemokratische Politiker, hingegen sollten sich die schwedischen Sportler an den Wettbewerben beteiligen und Goldmedaillen nach Hause bringen. Bodström betonte, ein völliger Boykott der Olympischen Spiele würde die Sportler um Erfolge jahrelangen Trainings bringen. Hingegen sei es angebracht, der Riesenpropaganda für ein menschenverachtendes Regime fernzubleiben. Mit einer solchen Entscheidung könne Schweden, dessen Eintreten für die Menschenrechte weltweit bekannt sei, ein wichtiges Zeichen setzen. Entwicklungshilfeministerin Gunilla Carlsson wies Bodströms Forderung zurück. Sie sagte, Schweden nehme an den Spielen teil, und deshalb könne es keinen halben Boykott geben. Die jüngste Entwicklung im Tibet-Konflikt sei zwar schlimm, aber gerade deshalb es sei besser, die Olympia-Teilnahme zu einem Dialog mit der chinesischen Führung zu nutzen.

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