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Erste Hilfe in der Vorschule

Die Behörden der südschwedischen Stadt Trelleborg unterrichten in diesem Jahr sämtliche Vorschulkinder in erster Hilfe. Vorbild dieser Initiative ist eine ähnliche Kampagne in Kopenhagen. Pädagogen gehen davon aus, dass gerade kleine Kinder sehr aufnahmebereit für Wissen sind, das sie bei Unfällen ruhiger und richtig reagieren lässt.

„Hej alle zusammen, Willkommen auf der Feuerwache”, Feuerwehrmann Kristian Rybak begrüßt die Fünfjährigen des Kindergartens Butterblume in der Fahrzeughalle. Die Knirpse sind enorm neugierig und schon recht gut vorbereitet. „Feuerwehrmänner löschen Feuer” und „sie retten Menschen, aus Häusern und so”, weiß einer von ihnen.

Mund, Nase, Augen - 1-1-2


Feuerwehrmann Rybak erteilt Unterricht für richtiges Handeln in Notsituationen: ”Wo ruft ihr an, wenn es anfängt zu brennen?”, fragt Kristian Rybak seine elf Adepten.  „Weiß ich nicht”, bedauert ein kleiner Junge. Kristian Rybak hilft den Kleinen auf die Sprünge: „1-1-2. Wie viele Münder hast du?  Einen. Wie viele Nasen? Eine. Und wie viele Augen?” Zwei. 1-1-2“, prägt er den Kindern ein und zeigt dabei gleichzeitig  auf Mund, Nase und Augen. „Und nun alle zusammen: 1-1-2. 1-1-2. Das macht ihr ganz prima! ”

500 Vorschulkinder sollen in diesem Jahr in Trelleborg ausgebildet werden. Die Initiative, den Unterricht in erster Hilfe schon bei den Fünfjährigen zu beginnen, kommt von Lizian Kyreus. Sie ist seit mehr als 30 Jahren Vorschullehrerin: „Ich glaube, es ist wichtig, dass die Kinder schon früh lernen, was man in einer Notsituation tun soll. Dann bekommen sie nicht so viel Angst, wenn wirklich mal etwas passiert und wissen was sie tun sollen. Die Idee stammt aus Dänemark. Der Rettungsdienst in Kopenhagen hat 30 000 dänische Vorschulkinder erfolgreich unterrichtet. Und was dort funktioniert, muss hier ja auch gehen.”

Unterricht auf einer echten Feuerwache


Es ist wichtig, dass der Unterricht auf der Feuerwache erfolgt, betont die Pädagogin und erklärt: „Dann erinnern sie sich leichter daran. ‚Da sind wir gewesen, da haben wir gelernt, was man machen soll, wenn ein Unfall geschieht, dort ruft man an, so legt man jemanden in die stabile Seitenlage usw.’ Damit die Kinder im Notfall besonnen reagieren und nicht gleich losstürzen.”

Einiges haben die Kinder der Vorschule Butterblume schon gelernt: „Was macht ihr, wenn Feueralarm in eurem Kindergarten ist? Wohin lauft ihr, wo trefft ihr euch?”, fragt Kristian Rybak. – „Draußen bei den Schaukeln. Sogar barfuss, wir dürfen uns nicht vorher anziehen, gleich raus.” – „Richtig”, lobt der Feuerwehrmann.  „Und man darf auch nicht erst nach seinem Kuscheltier suchen. Sehr gut, dass ihr Bescheid wisst!”

Dann demonstriert Rybak einen automatischen Brandmelder: „Haltet euch die Ohren zu! Jetzt wird’s laut!” – „Aber dann fängt es ja an zu brennen”, befürchtet ein kleiner Junge. Der Feuermann beruhigt, „Wir probieren das nur aus. Ich will, dass ihr wisst, wie so ein Alarm klingt.”

Die Kinder lernen auch, dass der Rauch das Gefährlichste ist, nicht das Feuer selbst. Als Höhepunkt des Tages führt Kristian Rybak vor, wie schnell ein Feuerwehrmann sich im Ernstfall bereit macht, auszurücken und in seine zurecht gestellten Stiefel springt, die Jacke anzieht, den Helm aufsetzt und mit Gasmaske zum Löschfahrzeug läuft.

Dann dürfen die Kinder mit  Rybaks Kollegen Richard Holm die Fahrzeuge von innen bestaunen. Die Kinder sind begeistert: „Das macht ganz viel Spaß! So viel, dass es im Bauch kitzelt.”

Ausbildung für den Ernstfall

Der Leiter des Trelleborger Rettungsdienstes, Kent Naterman, verfolgt mit diesem Unterricht zwei Ziele: „Wir hoffen ja, dass die Kinder diese Kenntnisse nie brauchen werden. Aber wir hoffen auch, dass sie zu Hause erzählen, was sie gelernt haben und so auch die Erwachsenen informiert werden. Und falls nun wirklich mal ein Unglück geschehen sollte, können die Kinder sich etwas sicherer fühlen und richtig reagieren.”

Das hypothetische Gefahrenmoment ist den Kindern durchaus bewusst. Ida Johansson fasst ihre Eindrücke des Tages auf der Feuerwache zusammen: „Ein bisschen unheimlich. Es kann ja auch mal in echt brennen! Dann muss man rausgehen, und der Rauch ist furchtbar giftig!” Und die Notrufnummer, die sitzt: „1-1-2”.

Sybille Neveling

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