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Schulreform

Berufsbezogene Grundkurse an Gymnasien vorgeschlagen

Das schwedische Gymnasium in seiner jetzigen Form soll sich grundlegend ändern, und zwar schon bis zum Herbst 2011. Ein entsprechendes Gutachten wurde am Montag der Regierung vorgelegt. Einschneidendste Veränderung des Vorschlags: Die bislang obligatorischen Grundfächer wie beispielsweise Mathe sollen verschwinden.

„Nicht zuletzt die Mathematik-Kurse standen in der Kritik, weil so viele Schüler sie nicht bestanden haben“, begründet Gutachterin Anita Ferm den Vorschlag. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass nur sechs von zehn Jugendlichen die Allgemeine Hochschulreife schaffen – ein Ziel, das doch allen besonders wichtig ist.“

Angepassten Mathe-Unterricht

Die Grundkurse sind heute obligatorisch, was also bedeutet: Niemand kommt um Mathe herum, auch wenn die eigentliche Ausbildung mit Mathe rein gar nichts zu tun hat. In Schweden sind die Zweige des Gymnasiums außerordentlich breit gefächert. Nahezu alle möglichen Ausrichtungen gibt es: Theater und Raumfahrt beispielsweise, Sport oder Bauingenieurswesen. Nicht nur, dass hier der Rotstift angesetzt werden soll.

Für die verbleibenden 14 Berufsausbildungen sollte es angepasste Mathe-Kurse geben, schwebt Gutachterin Ferm vor. Konkret: Wer Bautischler werden will, sollte Mathematik für Dachstühle lernen. Wer den Technik-Zweig gewählt hat, braucht spezielle Mathekenntnisse und wer seinen Schwerpunkt bei der Wirtschaft hat, für den sind wieder andere Gebiete des Riesenfachs Mathe wichtig.

”Stärker um Abbrecher kümmern”

Die Wahlmöglichkeiten bedeuten aber auch: Wer nur die leichten Kurse wählt, bekommt keine Hochschulreife. Die verdient man sich erst mit den schwereren Kursen.

Mit nur sechs von zehn Abgängern mit Abitur blicken Schwedens Gymnasien auf eine eher traurige Bilanz. Laut Gutachterin Ferm tun die Schulen viel zu wenig für die potentiellen Abbrecher:

„Die Schulen sollten viel aktiver werden. Es gibt im ganzen Land einige hervorragende Beispiele dafür, wie man zeitig unterstützend eingreifen kann. Wo Lehrer Schüler fragen, was sie eigentlich machen möchten, welche Hilfe sie sich wünschen. Leider gibt es aber auch Negativbeispiele, wo man die Schüler viel zu leicht ziehen lässt.“

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