Eine strahlende Wirtschaftsministerin bei Bekanntgabe der Fusionierung

Schwedische und dänische Post fusionieren

Die schwedische und die dänische Post fusionieren. Damit überraschte am Dienstag Wirtschaftsministerin Maud Olofsson. Haupteigner des Unternehmens mit rund 50.000 Angestellten wird der schwedische Staat. Der Jahresumsatz wird bei 4,7 Milliarden Euro liegen. Es sei wichtig, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, begründete die Wirtschaftsministerin den Beschluss.

„Das Hauptargument ist, dass wir den Postservice in Schweden und Dänemark auch zukünftig gewährleisten können müssen. Wir haben Kunden, die heute ganz anders auf dem globalen Markt aktiv sind als früher. Privatkunden und Unternehmen kaufen und verkaufen weltweit. Und wir müssen garantieren können, dass Service und Distribution funktionieren. Dafür brauchen wir starke Partner.”

Die Schwedische Post sei den heutigen Aufgaben allein nicht mehr gewachsen. Dies liege nicht zuletzt an der geographischen Lage Schwedens, nämlich ganz am Rande der starken Märkte, so Olofsson. Um auch künftig für attraktive Verträge in Frage zu kommen, sei die Schwedische Post als Unternehmen schlicht zu klein.

Der offensive Schritt der Regierung stieß auf weitgehend positive Reaktionen. Von der Angestelltengewerkschaft SAKO hieß es, ein größeres und stärkeres Postunternehmen sei letztlich auch für die Mitarbeiter von Vorteil. Weiter begrüßten Gewerkschaftsvertreter, dass die Postangestellten Teilhaber des fusionierten Unternehmens werden könnten. Von dieser Möglichkeit hätten vor einigen Jahren schon dänische Postmitarbeiter Gebrauch gemacht.

Bekannte Namen bleiben

Das traditionelle Postwesen in den beiden Ländern soll künftig von landeseigenen Unternehmen geführt werden. Die Markennamen „Posten” in Schweden und „Post Danmark” in Dänemark bleiben erhalten. Der Mutterkonzern wird, da der der schwedische Staat 60 Prozent der Anteile hält, schwedisch sein, mit Hauptsitz in Stockholm. Von der Fusionierung verspricht sich Wirtschaftsministerin Olofsson allein in den Bereichen IT, Einkauf und Verwaltung eine jährliche Ersparnis von umgerechnet 110 Millionen Euro.

Weitere Fusionen mit dem vergrößerten Postkonzern wollte Olofsson nicht ausschließen.

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