Streitkräfte kämpfen weiter mit kleinem Budget

Die Streitkräfte werden nicht mehr Geld für Ausbildung von Wehrpflichtigen und Flugübungen bekommen. Dies teilte Verteidigungsminister Sten Tolgfors im Schwedischen Fernsehen mit. Zuvor hatten die Streitkräfte beantragt, Gelder von umgerechnet 90 Millionen Euro aus dem Materialbudget umverteilen zu dürfen. Das Verteidigungsministerium bewilligte nun die Umverteilung von lediglich knapp 18 Millionen Euro. Erst wenn die Streitkräfte wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegten, käme eine Erhöhung des Budgets in Frage.

Der Vorsitzende des Offizierverbands, Lars Fresker, reagierte beunruhigt auf den Regierungsbeschluss. Im Schwedischen Rundfunk sagte er: „Der Frust darüber, wie wir die tägliche Arbeit bewältigen sollen, wird weiter wachsen. Diese ständige Unsicherheit, ob wir mehr Geld bekommen und ob wir alle Aufgaben wie geplant erfüllen werden können, führt zu Hoffnungslosigkeit. Das Risiko jetzt ist, dass einige Offiziere spontan kündigen werden.“

Die Streitkräfte klagen seit längerem über Geldmangel. Gleichzeitig häuften sich auch Berichte über Ungereimtheiten bei den Finanzen.

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