Damenfussball

Fußballverband will mehr Trainerinnen werben

Am Wochenende ist Anpfiff für die Damenfußballliga. Und obwohl sich immer mehr Mädchen und junge Frauen für Fußball interessieren, gibt es kaum weibliche Trainer. Von den 36 Teams in der 1. und 2. Liga der Damen gibt es nur eine Haupttrainerin. Zu wenig, findet der Fußballverband.

„Die Zahl der Profitrainerinnen ist in letzter Zeit sogar noch gesunken”, sagt Lillie Persson, Co-Trainerin der schwedischen Damen-Nationalelf. „Guckt man in die 1. Liga, sind da 100% Männer. Dass wir nicht eine einzige Haupttrainerin haben, ist in unseren Augen ein Misserfolg.”

In der vergangenen Saison konnte der Fußballverband mit 60.000 lizenzierten Spielerinnen einen Rekord verbuchen. Auf die Trainerinnenseite hat sich diese Bilanz allerdings bisher nicht ausgewirkt: Von den ehemaligen Profis zieht es kaum eine auf die Trainerbank. Verschwendete Ressourcen, hat nun der Fußballverband festgestellt, und will deshalb rund zwanzig aktive oder ehemalige Profispielerinnen für eine Karriere als Trainerin begeistern - vor allem mit entsprechenden Kursen. Eine der Auserwählten ist die ehemalige Nationalspielerin Hanna Marklund.

„Natürlich bringe ich von meiner aktiven Zeit viele Erfahrungen mit, die mir von großem Nutzen sein werden. Aber ich weiß nicht soviel darüber, wie man andere trainiert und anleitet.”

Vorteil Trainerin

Marklund würde es begrüßen, kämen mehr Spielerinnen nach ihrer aktiven Karriere zum Fußball zurück. Doch ihrer Meinung nach ist es für eine gute Leistung nicht entscheidend, ob der Trainer ein Mann oder eine Frau ist.

„Es ist eine Frage der Persönlichkeit, finde ich. Und viele Trainerinnen, die ich kennen gelernt habe, haben sich nicht groß von männlichen Trainern unterschieden. Der einzige Vorteil dürfte sein, dass man sich als Trainerin besser in die Spielerinnen hineinversetzen kann. Das können wir also vielleicht besser als die männlichen Trainer, die noch nicht so viel Erfahrung mit Spielerinnen haben.”

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".